Department Informations- und Elektrotechnik der HAW Hamburg steht im Finale für den VDMA-Hochschulpreis „Bestes Maschinenhaus 2017“

Am 9. Mai vergibt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Berlin den Preis „Bestes Maschinenhaus 2017“ an ingenieurwissenschaftliche Fachbereiche und Fakultäten. Das Department Informations- und Elektrotechnik der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg ist einer von drei Anwärtern auf den ersten Platz, der mit 100.000 Euro Preisgeld dotiert ist. Der Hochschulpreis ist Teil der VDMA-Initiative „Maschinenhaus – Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure“ für mehr Studienerfolg in den technischen Studiengängen.

Keine trockenen Grundlagenvorlesungen – das ist die Antwort der HAW Hamburg auf ein Problem in den Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik: Überdurchschnittlich viele Studienanfänger springen nach einigen Semestern ab. Die HAW Hamburg motiviert ihre Studierenden auf besondere Weise und steht dafür im Finale für den Hochschulpreis des VDMA. In Berlin hat sie die Chance, bei der Verleihung des Preises „Bestes Maschinenhaus 2017“ den ersten Platz einzunehmen.
„Mit dem höchstdotierten Lehrpreis für die Ingenieurwissenschaften in Deutschland will der VDMA ein deutliches Zeichen für gute Didaktik und moderne Curricula setzen und Hochschulen ermutigen, in Lehrveranstaltungen neue Wege zu gehen. Innovationen sollen belohnt werden“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. Das Department Informations- und Elektrotechnik an der Fakultät Technik und Informatik der HAW Hamburg konkurriert mit zwei weiteren Fakultäten um den ersten Platz, der mit 100.000 Euro dotiert ist: Mit der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München und der Fakultät Maschinenbau der HAW Würzburg-Schweinfurt. Die zweit- und drittplatzierten Fakultäten erhalten 35.000 beziehungsweise 15.000 Euro Preisgeld.

Nah an der Praxis – fit für den Beruf
Der diesjährige Fokus des Preises liegt auf dem Thema Praxisorientierung und Berufsvorbereitung. 24 Fakultäten und Fachbereiche reichten ihre Lehrkonzepte ein. Das Department Informations- und Elektrotechnik der HAW Hamburg hat sich mit seinem Studiengang „Regenerative Energiesysteme und Energiemanagement“ in den Augen einer Experten-Jury aus Industrie, Hochschulen, Verbänden und Initiativen sowie Politik durch ihren Ansatz besonders ausgezeichnet.

Anwendung von Anfang an
Das übergreifende Lernkonzept „Problem Based Learning“ lieferte für das Department wichtige Anregungen, die für das Curriculum des Studiengangs „Regenerative Energiesysteme und Energiemanagement – Elektro- und Informationstechnik“ genutzt werden. Bei diesem bereits etablierten Konzept orientiert sich der Lernstoff fächerübergreifend an einem vorgegebenen Problem, für das die Studierenden selbstständig Lösungen erarbeiten sollen. In den Ingenieurwissenschaften müssen sich die Studierenden bestimmte Kompetenzen aneignen, auf die weitere vertiefende Module aufbauen. „Die Elektrotechnik gilt als trockenes und sehr anspruchsvolles Studienfach“, sagt Prof. Dr.-Ing. Michael Röther vom Department Informations- und Elektrotechnik. In Hamburg versucht man eine hohe Motivation sicherstellen, indem es bereits in den ersten Semestern um erneuerbare Energien geht. „Durch den Anwendungsbezug wissen die Studierenden direkt, wofür sie die Grundlagen brauchen. Für die Lehre im Studiengang wurde ein fächerübergreifend-themenorientiertes Lernkonzept neu entwickelt“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Karin Landenfeld. So wird zum Beispiel die Photovoltaik in den Grundlagenmodulen Mathematik, Physik oder Elektrotechnik parallel aufgegriffen. Die Studierenden müssen Anwendungsaufgaben lösen, zu denen sie die Kompetenzen in den Grundlagenveranstaltungen erwerben.

Fragestellungen aus Industrie und Forschung
Schon im 3. Semester bearbeiten die Studierenden in Integrationsprojekten aktuelle Fragen aus Industrie und Forschung. „Welche Szenarien sind in der Region möglich, um Hamburg zu 80 Prozent mit regenerativen Energien zu versorgen, und welche Investitionen sind dafür nötig“, lautet die praxisorientierte Aufgabenstellung von Prof. Dr. Wolfgang Renz, der selbst die Algorithmenentwicklung im Projekt Norddeutsche Energiewende (NEW4.0) leitet. Mit der Evaluation des Studiengangs ist die Hochschule sehr zufrieden. „Wir erkennen an den Befragungen, dass die Inhalte gut transportiert werden“, sagt Dekan Dr.-Ing. Thomas Flower. „Die Studierenden sind mit dem Lehrkonzept zufrieden.“

Die VDMA-Initiative „Maschinenhaus“
Der Hochschulpreis ist eines von fünf Teilprojekten der VDMA-Initiative „Maschinenhaus - Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure“, die sich für mehr Studienerfolg im Maschinenbau, der Elektrotechnik und eng verwandter Disziplinen an allen deutschen Hochschulen einsetzt. Der VDMA hat zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung Studien und Befragungen zu den Themen Studienabbruch, Qualitätsmanagement sowie Verbesserungsbedarfe in der Lehre durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse bietet die Initiative Maschinenhaus Hochschulen Beratung und eine Toolbox möglicher Maßnahmen an.
Der Hochschulpreis wird am 9. Mai 2017 in Berlin verliehen. Als Redner werden u.a. die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, erwartet.

Weitere Informationen:
Videoportrait zum Lehrkonzept des Departments Informations- und Elektrotechnik der HAW Hamburg: http://www.vdma.org/viewer/-/article/render/16707982
www.vdma.org/hochschulpreis
www.vdma.org/maschinenhaus.

Kontakt
Preis und Initiative des VDMA
Thilo Weber, VDMA Bildung
T +49 69 66 03 17 87
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Lehrkonzept HAW Hamburg
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