Einsatzszenarien für das Internet der Dinge im Hamburger Hafen

Mit einem Follow-up Workshop hat der Digital Hub Logistics Hamburg zusammen mit der ITS-Netzwerk-Strategie der Logistik-Initiative Hamburg am 7. September '16 praktische Ideen zum Einsatz von IoT-Lösungen im Hamburger Hafen erarbeitet. Die mehr als ein Dutzend Teilnehmer aus Digitalisierungs-Management, IT-Projektmanagement, von Lösungsanbietern und aus der Wissenschaft brainstormten in 2 gemischten Gruppen Möglichkeiten für den Einsatz u. a. von LoraWAN- und 5G-Netzwerken für den Hamburger Hafen.

Anhand von praktischen Einsatzszenarien in vergleichbaren Logistikumgebungen am Flughafen Frankfurt/Main und am Hauptbahnhof in Berlin diskutierten die Experten und Interessenten im Rahmen der norddeutschen Digitalmesse "Solutions Hamburg" auf Kampnagel Szenarien in den Bereichen "Zustände", "Transport", "Daten" und daraus mögliche "Service".

Im Einzelnen wurden diese Ergebnisse erzielt:
(Auszüge, kein Anspruch auf Vollständigkeit)

Bereich "Zustände":

  • Monitoring von Stückgut und Containern
  • Automatischer Container-Scan an Terminals
  • Messung von Gewicht mittels Sensoren
  • Messung der Auslastung von Wagons
  • Messung von Auslastung von Lagerflächen
  • Messung von Auslastungen z. B. der Straßen
  • Wasserstandsmeldungen für Befahrbarkeit

Bereich "Transport":

  • Einsatz autonomer Fahrzeuge im Hafen (vgl. SmartRoad)
  • Transport von Kreuzfahrt-Gepäck (HAM-Cruise Gates)
  • Intermodale Streckenführung zur Stauvermeidung

Bereich "Daten":

  • Digitalisierung von Dokumenten im Hafenbetrieb
  • Intelligente Gefahrguterkennung (Katastrophenschutz)
  • Priorisierung von gelagerten Waren via QR-Code

Bereich "Service":

  • Barcode-Einsatz an Gütern für Scan und Druck
  • Intelligente Leitsysteme, z. B. als AR-Brille mit Navi
  • LKW-Parkdatenmanagement bei Container-Abholung
  • Mobilitätsgarantien für Güter und Personen
  • Reaktionen bei Grenzwertüberschreitungen (Geofencing)

Als besonders wichtiger Aspekt wurde von den Teilnehmern die Bereitstellung von Schnittstellen für die an einzelnen Services beteiligten Stakeholder genannt.

Die Entwicklung von Demonstratoren und konkreten Einsatzszenarien soll zusammen mit beteiligten Partnern im Hafen (z. B. der Hamburg Port Authority) in einem Design Thinking-Prozess vorgenommen werden.

Kontakt
Karl-Heinz Piotrowski,
Projektleitung Digital Hub Logistics
kwphamburg-logistik.net
Tel. 0170 820 59 92