Erfolgreicher Auftakt des Arbeitskreises Logistikimmobilien

Am 26.09.2017 fand die konstituierende Sitzung des neu aufgestellten Arbeitskreises Logistikimmobilien bei der Ixocon GmbH in der Hamburger HafenCity statt, in der knapp 30 Experten aus der Logistikimmobilienwirtschaft und der städtischen Verwaltung über die aktuelle Hamburger Stadtentwicklung und im Allgemeinen über Trends und Entwicklungen im Bereich der Logistikimmobilien diskutierten. Ziel dieser Auftaktsitzung war es, Themenfelder zu identifizieren, die in den nächsten Monaten von den Teilnehmern des Arbeitskreises bearbeitet und in Maßnahmen und Projekte ausgearbeitet werden.  
Um einen Überblick über die aktuelle Lage der Hamburger Stadtentwicklung zu bekommen, stellte Frau Marit Pedersen von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen den Teilnehmern verschiedene Projekte im Bereich der Gewerbeflächen vor, die in Hamburg zur Zeit realisiert werden. Ein Beispiel ist der Billebogen Huckepackbahnhof – ein 11 Hektar großes Gelände zwischen der Billhorner Brückenstraße und dem S-Bahnhof Rothenburgsort, auf dem ein neues, „gestapeltes“ Gewerbegebiet entstehen soll. Doch nicht nur dort soll ein gestapeltes Gewerbe entstehen, sondern auch in Eimsbüttel, in der Meistermeile Offakamp, das eine Gewerbefläche für 70 kleine und mittlere Handwerks- und Produktionsbetriebe bieten wird.

Die Stapelbarkeit von Logistikimmobilien wurde innerhalb des Arbeitskreises sehr rege diskutiert. Vor allem brachte das Thema die Frage auf, wie eine Logistikimmobilie idealtypisch in Hamburg aussehen könnte und ob genau diese mehrgeschossigen Logistikimmobilien in Hamburg funktionieren können, wenn man sich die Betreiber- und Investorenseite, oder auch die Mischnutzung einer gestapelten Immobilie anschaut.  Licht ins Dunkle brachte Herr Dr. Münchow, Sprecher der Initiative Logix: „Gestapelte Logistikimmobilien werden kommen, aber auch nur wenn es ökonomisch sinnvoll ist“. Diese Aussage hat unter anderem die 2. Logix Studie belegt, die Dr. Münchow vorstellte. Ein Ergebnis der Studie ist, dass Gebäude immer höher werden und die Lohnkosten sowie Arbeitskräfte an Relevanz verlieren. Insbesondere erfordere der Flächenmangel Fantasie, sodass in Zukunft mehr in die Höhe gegangen wird oder Brownfield-Entwicklungen stattfinden werden. Ein Best-Practice Beispiel für eine solche Brownfield-Entwicklung ist die ECE Projektentwicklung des STILL Logistikzentrums in Hamburg Billbrook, das ein vorbildliches Beispiel für die Sanierung eines belasteten ehemaligen Industriegrundstücks ist. Vor kurzem hat das Projekt den Logix Award 2017 erhalten.

Vielleicht wären auch Pilotprojekte im Rahmen der Stadtentwicklung möglich. Die anregenden Diskussionen der ersten Sitzung zeigte, dass der verfolgte Ansatz – Verwaltung und Wirtschaft zusammenzubringen – einen Nerv getroffen hat. Die Teilnehmer waren sich einige, dass das Thema städtische Logistikimmobilie in den nächsten Monaten zwischen der Wirtschaft, der städtischen Verwaltung und weiteren Institutionen idealtypisch als Best-Practise ausgearbeitet werden soll. Dabei soll es auch zu einem intensiven Austausch mit den SMILE-Projektgruppen der Logistik-Initiative Hamburg geben.
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