Hamburg wird Bio-Stadt

Der Senat hat mit dem Agrarpolitischen Konzept eine Neuausrichtung der Hamburger Agrarpolitik unter anderem mit der Stärkung des ökologischen Landbaus beschlossen. Zur Sicherung der Wertschöpfung ist u.a. eine Vergrößerung der Bio-Anbauflächen und damit einhergehend eine Zunahme von Anbieterinnen und Anbietern vorgesehen. Gleichzeitig wird den Ansprüchen der Verbraucherinnen und Verbraucher an Erzeugung und Verarbeitung, aber auch dem Wunsch nach nachvollziehbaren Handelsketten und kurzen Transportwegen entsprochen. Ökologisch erzeugte Produkte haben nicht nur eine wirtschaftlich zunehmende Bedeutung, sondern auch eine gesellschaftliche und ökologische Komponente. Der ökologische Landbau leistet einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften: Böden werden schonend bearbeitet, Abwasser wird weniger belastet, die Artenvielfalt gefördert und dem Klimaschutz Rechnung getragen. Bio gilt somit längst als weicher Standortfaktor.

Am kommenden Dienstag wird im Senat der Beitritt zum Bio-Städte-Netzwerk beraten. Hier entwickeln Städte, Gemeinden und Landkreise unter Einbeziehung von Politik und Verwaltung als Nachfrager Ideen zur Wirtschaftsförderung in der Bio-Branche. Die Stärke des Netzwerkes ergibt sich aus der Bündelung der kommunalen Kompetenz und aus dem gemeinsamen Auftreten auf bundesdeutscher und europäischer Ebene. Hamburg kann mit dem wirtschaftspolitisch relevanten Beitritt zum Netzwerk von den Synergieeffekten dieser gemeinsamen Arbeit profitieren. Senator Frank Horch sagt: „Der Beitritt zum Bio-Städte-Netzwerk und die damit verbundene Positionierung Hamburgs als Bio-Stadt hat eine weitreichende Wirkung in die Agrar- und Ernährungswirtschaft, die nicht an den Toren Hamburgs aufhört. Es handelt sich um eine Chance, mit geringem finanziellem Einsatz eine große Auswirkung auf die Hamburger Agrarwirtschaft zu erzielen und die Wirtschaftszweige Produktion, Verarbeitung und Handel in Hamburg zu fördern. Die Strahlkraft dieses Prozesses reicht spürbar bis auf die Bundesebene.“

Es ist kein Label „in Papierform“, sondern ein vertrauensbildendes Signal aus Politik und Verwaltung insbesondere auch an die Bio-Branche. Bio-Stadt ist insofern ein Prädikat, das weiterentwickelt und mit Leben gefüllt wird.

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