Köpfe der Logistik

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig neue "Köpfe der Logistik" vor:

Prof. Dr. Rainer Bruns
Professor für Maschinenelemente und Technische Logistik, Helmut-Schmidt-Universität

 

Wann/wo wurden Sie geboren?

Geburtsdatum: 06.07.1956 / Geburtsort Hamburg

Wie sah Ihr bisheriger Ausbildungsweg aus?

  • 1976 – 1982: Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Braunschweig, Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik
  • 1982 – 1986 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Strömungsmaschinen und Strömungslehre der Universität der Bundeswehr Hamburg
  • 1987 Promotion zum Dr.- Ing. mit der Dissertation „Ein Finite – Elemente – Verfahren für die Navier – Stokes – Gleichungen und dessen Anwendung auf Strömungen in Rührgeräten“
  • 1987 – 1992 Tätigkeit bei der Jungheinrich AG in Norderstedt als Technischer Management Trainee, Gruppenleiter und Leiter der Abteilung Grundlagenentwicklung
  • 1992 Berufung auf die Professur Maschinenelemente und Technische Logistik der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
  • Dekan der Fakultät Maschinenbau der Helmut-Schmidt-Universität im Jahr 2000
  • Mitglied des wissenschaftlichen Kuratoriums der Forschungsgemeinschaft für Logistik e. V. seit 1994
  • Seit 1996 Veranstalter der Hamburger Staplertagung
  • Mitglied des Beirates der Zeitschrift „Hebezeuge und Fördermittel“
  • Autor des Kapitels „Flurförderzeuge“ des Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau
  • Gründungsmitglied und Schatzmeister der „Wissenschaftlichen Gesellschaft für Technische Logistik“ WGTL
  • Stellvertretender Obmann des Arbeitskreises „Fördertechnik, Materialfluss, Logistik“ im Hamburger Bezirk des VDI
  • Mitglied des europäischen Kreises deutschsprechender Fördertechnikprofessoren

Wie sind Sie dazu gekommen, in der Logistik zu arbeiten? Bzw. Was verbindet Sie beruflich mit der Logistik?

Zur Logistik bin ich durch die Firma Jungheinrich gekommen, bei der ich nach meiner Promotion eine Tätigkeit als Managementtrainee aufgenommen habe. Dort konnte ich nicht nur die Technik von Flurförderzeugen im Detail kennen lernen sondern auch verschiedene Aspekte von Logistiksystemen.

Was gefällt Ihnen an der Logistik und Ihrer derzeitigen Tätigkeit am besten?

Ich beschäftige mich beruflich mit technischen Fragestellungen der Intralogistik. Besonders reizvoll hieran ist für mich, dass dieses Technikgebiet außerordentlich innovativ ist und dieses auch mit Sicherheit in den nächsten Jahren bleiben wird.

Was ist das Besondere am Logistikstandort Hamburg?

Die Logistik in Hamburg ist sehr stark durch den Hafen und die Transportlogistik insgesamt geprägt. Die Intralogistik-Industrie (Hersteller von Intralogistik-Technik) ist dagegen in der Metropolregion Hamburg im Vergleich zum Süden Deutschlands bis auf die beiden Flurförderzeughersteller Still und Jungheinrich eher schwach ausgeprägt.

Warum engagieren Sie sich in der LIHH?

Die Logistik-Initiative Hamburg bietet hervorragende Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und das persönliche Netzwerk zu pflegen und auszubauen. Dieses ist für meine berufliche Tätigkeit sehr nützlich, um Partnerunternehmen für Forschungsprojekte zu finden und auch um die Praxisnähe des Studiums sicherzustellen. Darüber hinaus möchte dazu beitragen, dass die Bedeutung der Intralogistik in der Hamburger Logistikszene besser wahrgenommen wird.

Was war Ihr persönlich bisher größtes Highlight im Netzwerk der LIHH?

Im Jahr 2016 ist die Studentin Friederike Schwabe (heute Smola) mit dem Young Professionals‘ Award Logistics der Logistikinitiative für ihre Masterarbeit, die sie an meinem Lehrstuhl angefertigt hat, ausgezeichnet worden.