Köpfe der Logistik

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig neue "Köpfe der Logistik" vor:

Dr. Wibke Mellwig
Abteilungsleiterin Hafen, Logistik,
Umweltbezogene Wirtschaftspolitik

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

  

Wann/wo wurden Sie geboren?
Geboren wurde ich am 18.5.1974 in Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen.

Wie sah Ihr bisheriger Ausbildungsweg aus?
Nach meinem Jurastudium in Trier, Sevilla und Bonn habe ich mein Rechtsreferendariat abgeleistet und mich dann erfolgreich beim Hamburgischen Senat beworben. Seit zwölf Jahren bin ich in der Wirtschaftsbehörde in unterschiedlichen Funktionen tätig. Mein beruflicher Schwerpunkt pendelt zwischen Themen der europäischen Integration und Themen aus dem Bereich Hafen, Schifffahrt und Logistik. Als Leiterin des Referates Europäische Union konnte ich in den vergangenen Jahren viele spannende und bereichernde Erfahrungen machen. Ich freue mich darauf, als Abteilungsleiterin noch mehr gestalten zu können. Der Bereich der Logistik liegt mir dabei besonders am Herzen.

Wie sind Sie dazu gekommen, in der Logistik zu arbeiten? Bzw. Was verbindet Sie beruflich mit der Logistik?
Aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Leiterin des Referats Logistik fühle ich mich der Logistikwirtschaft immer noch sehr verbunden und finde insbesondere die aktuellen Herausforderungen, denen sich die Logistikbranche gegenüber sieht, sehr spannend. Als sich die Chance ergab, die Leitung der Abteilung Hafen, Logistik und Umweltbezogene Wirtschaftspolitik in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zu übernehmen, habe ich nicht gezögert. Das Thema Logistik zieht sich durch alle Referate der Abteilung, das ermöglicht mir einen guten, facettenreichen Überblick.

Was gefällt Ihnen an der Logistik und Ihrer derzeitigen Tätigkeit am besten?
Es gibt kaum eine Branche, die so vielfältig ist und eine derart wichtige Schnittstellenfunktion innehat. Die Verzahnung der unterschiedlichen Akteure, vergleichbar mit Zahnrädern in einem Uhrwerk, zu gewährleisten und das Konstrukt in Bewegung zu halten, ist aus meiner Sicht eine Höchstleistung, die man nur mit einer starken Mannschaft bewältigen kann. Mit dem Team des Logistik Referates der BWVI und der LIHH verfügt die Branche über kenntnisreiche Akteure, die sich der vielfältigen Herausforderungen engagiert annehmen.

Ich bin tief beeindruckt von der langen Tradition der Logistik einerseits, und von der Tatsache, dass die Logistik immer Schritt gehalten hat mit ihrer dynamischen Umwelt anderseits. Spannend wird es sein, den zukünftigen Herausforderungen, wie zum Beispiel der Digitalisierung, der fortschreitenden Globalisierung, dem demographischem Wandel und dem wachsenden E-Commerce mit den richtigen Mitteln zu begegnen und in diesen Themen nicht den Anschluss zu verpassen.

Logistik ist aus meiner Sicht innovativ, modern und vor allem unverzichtbar! Ich denke, es wird sich schnell herauskristallisieren, welche Aufgaben bezüglich der Logistik in meiner neuen Tätigkeit auf der Beliebtheitsskala die vordersten Plätze einnehmen werden.

Was ist das Besondere am Logistikstandort Hamburg?
Hamburg hat exzellente Standortbedingungen vorzuweisen! Dazu zählen die „hard facts“ wie die hervorragend ausgebauten Hinterlandanbindungen und das hohe Umschlagsvermögen des Hamburger Hafens. Doch auch darüber hinaus bietet Hamburg einzigartige Rahmenbedingungen. Ich glaube, Hamburg ist so besonders, weil das wichtige Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie Verwaltung sehr gut funktioniert. Der Hamburger Senat hat dies frühzeitig erkannt und auf die Clusterpolitik gesetzt. Ein großartiges Beispiel hierfür ist die Logistik-Initiative, die dazu beiträgt, dass sich die richtigen Akteure miteinander vernetzen um in gemeinsamen Projekten Lösungen zum Wohle des Logistikstandortes auf den Weg zu bringen.

Warum engagieren Sie sich in der LIHH?
Mit der Gründung der Logistik-Initiative vor zehn Jahren wurde ein gut funktionierendes Forum etabliert, in dem Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft in einem ständigen Austausch stehen, gemeinsam Probleme und Herausforderungen frühzeitig erkennen und Lösungen entwickeln. Die Zeit, die man sich in der Logistik-Initiative engagiert, ist hervorragend investiert, da man durch das Netzwerk zügig und auf kurzem Wege Projektpartner finden und eine schnelle Rückmeldung und Meinungen zu Projektideen erhalten kann.