Köpfe der Logistik

Die ersten Berührungspunkte mit Logistik hatte Markus Kubica bei der Bundeswehr. Der heute 29 Jahre alte Mann war während seiner Grundausbildung in der Nähe von Husum für Transporte und Nachschub in viele deutsche Kasernen zuständig. „Von da an wusste ich, dass mich dieses Berufsfeld interessiert“, so der Hamburger. Darum suchte er auch gezielt nach einem Ausbildungsplatz als Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistungen.

Bei dem europäischen Logistik- und Netzwerkbetreiber Sovereign Speed GmbH mit Sitz in Hamburg fand er genau den Platz, den er suchte. Das Unternehmen transportiert innerhalb seines eigenen Streckennetzes an sieben Tagen die Woche nach einem festen Fahrplan alle erdenklichen Arten von eiligen Gütern. Über Nacht werden derzeit über 120 europäische Städte angefahren. „Meine Erwartungen an die Ausbildung wurden bei weitem übertroffen“, schwärmt Markus Kubica.

Schon während der Lehre durfte er in Brüssel und Frankfurt arbeiten. Am Tag der mündlichen Abschlussprüfung ging es dann nach Paris, um die Stadion in der französischen Hauptstadt mit aufzubauen. „Hier habe ich mich dann 1,5 Jahre ausgetobt und ganz tolle Erfahrungen gemacht“, so der fröhliche Mann. Gab es anfangs noch Sprachbarrieren, sind die mittlerweile vollends verschwunden. Er schwärmt: „Auch in Englisch, Spanisch und Italienisch bin ich heute verhandlungssicher.“ Gerade der Kontakt mit so unterschiedlichen Menschen in der ganzen Welt sei ein großer Vorteil des Berufes.

Wieder zurück in Hamburg wurde er Group-Operation-Manager. Sozusagen Chef von einem Team von 30 Mitarbeitern die neue Aufträge annehmen und die Transporte inklusive Vor- und Nachlauf organisieren. Mittlerweile ist der 29 Jahre alte Mann Business-Development-Manager und sucht weltweit nach neuen Partnern und verhandelt Preise für seinen Arbeitgeber. Dieser Job ist mit vielen Reisen verbunden, allein in 2012 war er in London, Paris, Madrid, Barcelona, Mailand, Moskau und Atlanta.

Und da sich Markus Kubica für seine Zukunft noch viel vorstellen kann, studiert er freitagsabends und sonnabends an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Hamburg. Mit dem Abschluss nach 3,5 Jahren kann er sich dann Bachelor of Business and Administration nennen.