Köpfe der Logistik

Astrid Meseck hat Augen wie ein Adler. Und das ist gut so. Denn sie sind quasi das wichtigste Arbeitsgerät der 42 Jahre alten Hamburgerin. Astrid Meseck arbeitet als Luftsicherheitskontrollkraft für Fracht am Hamburger Flughafen. Für die Firma LHU GmbH & Co. KG kontrolliert sie Sendungen, die mit dem Flugzeug die Hansestadt verlassen.
 
Die Frau mit den schwarzen Haaren und den lustigen braunen Augen zeigt stolz ihre zwei fast 500.000 Euro teuren Babys. Das sind zwei Röntgenenanlagen. Die eine zehn, die andere 24 Meter lang. Durch diese wird die ungesicherte Ware am Hamburger Flughafen geschickt. Astrid Meseck sitzt an ihrem Bildschirm und sieht den in Kartons und Kisten verpackten Inhalt auf dem Bildschirm vorbeiziehen. Nichts entgeht ihren Augen. Ich kann hier jeden einzelnen Nagel erkennen, so die quirlige Frau. Und vor allem erkennt sie, was dort nicht hingehört. Nämlich Sprengstoff oder andere gefährliche Ware.
Ist auf dem Bildschirm eine dunkle Stelle zu erkennen, gibt es einen so genannten Undurchdringbarkeitsalarm im Fachjargon HDA (High Density Alert) oder auch Dunkelalarm, dann halte ich die Sendung an“, so Meseck. Mit einem Sprengstoffspürgerät prüft sie dann weiter, „denn es erkennt auch Spuren von Sprengstoff, die in der Größenordnung eines Genoms oder von Grippeviren liegen“.
 
Schlägt auch dieses Alarm, holt die Luftsicherheitskontrollkraft die mobile Einheit der Bundespolizei. Gibt es auch nur den geringsten Anlass, lautet die Devise Im Zweifel für die Sicherheit, denn schließlich kommt die Fracht zu einem sehr großen Anteil auch in Passagierflugzeuge.
Aber natürlich gibt es nicht nur die Gefahr von Terrorismus, sondern etliche andere Gefahrgüter. Und darum musste die Hamburgerin während ihrer Fortbildungen zur Luftsicherheitskontrollkraft auch etliche Sicherheits- und Rechtsvorschriften, Waffen- und Sprengstoffrecht und vieles mehr lernen und das Lernen endet nie, da jährlich 40 Stunden allein für Fortbildung anfallen und alle drei Jahre eine Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt absolviert werden muss.
 
Für Astrid Meseck ist ihre Arbeit auch nach zehn Jahren sehr spannend Es gibt nichts, was nicht geflogen wird. Und vieles davon habe ich schon gesehen. Das schult mein Auge, so die 42 Jahre alte Frau, die vor ihrer Fortbildung einmal Sozialpädagogik studiert hat. Das Schöne an ihrem Job Es wird nie langweilig, ich muss immer dazu lernen und ich kann den Job weltweit ausführen. Und überhaupt Der Flugplatz ist der schönste Arbeitsplatz der Welt.