Schienenanbindung

Hamburg ist der bedeutendste Eisenbahnknotenpunkt Norddeutschlands. Hier laufen fünf Fernbahnstrecken der Deutschen Bahn und zwei regionale Strecken zusammen. Die Verbindungen nach Berlin, Hannover, Bremen/Ruhrgebiet, Flensburg/Jütland und Lübeck/Kopenhagen (Vogelfluglinie) sind integraler Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes und verbinden Hamburg mit den bedeutenden Wirtschaftszentren in Europa.

Der Hamburger Hafen ist traditionell ein Eisenbahnhafen, d.h. Güter werden für längere Distanzen überwiegend mit dem umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn transportiert. Aufgrund des hohen Frachtaufkommens ist der Hamburger Hafen einer der bedeutendsten Kunden der Deutschen Bahn. Jeden Tag werden mehr als 100 Containerzüge abgefertigt. Diese Züge verbinden alle bedeutenden Wirtschafts- und Handelszentren in Deutschland sowie dem benachbarten Ausland. Damit ist der Hamburger Hafen der größte Bahncontainer- Umschlagplatz Europas.

Hamburg verfügt über einen der größten und modernsten deutschen Umschlagbahnhöfe für den Kombinierten Ladungsverkehr (KLV) in Hamburg Billwerder (Fläche 300.000 qm). Zusammen mit den Rangierbahnhöfen Maschen (300 km Gleisanlagen, Rangierkapazität ca. 5.000 Waggons täglich) sowie Alte Süderelbe schafft er für die Verkehrswirtschaft die Grundlage, schnelle und effiziente Transportlogistikdienstleistungen anbieten zu können. Im Wettbewerb der Güter-Fernverkehrsträger von und nach Hamburg hat die Schiene einen Marktanteil von über 70%. Neben der Transfracht International (TFG) befördern Railion, Eurogate Intermodal, HHCE, Interconainer-Interfrigo, Kombiverkehr, Metrans und Polzug Waren auf der Schiene ins Hinterland. Täglich neu festgelegte Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie aufeinander abgestimmte Fahrpläne der beteiligten Bahnen gewährleisten eine pünktliche und zuverlässige Bereitstellung. Per Bahn werden nicht nur Container, sondern auch Projektladung, Rohre, Flüssigladung in Kesselwaggons, Erze, Kohle, Getreide, Zucker und vieles mehr von den europäischen Nachbarn nach Hamburg oder vom Elbehafen ins europäische Hinterland befördert.

Im Personenverkehr ist Hamburg Ausgangspunkt der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im ICE- und IC Verkehr. Täglich verlassen insgesamt mehr als 700 Fernzüge die Stadt. Das moderne Bahnbetriebswerk Eidelstedt ist Heimat der ICE-Flotte.

Straßenanbindung

Hamburg ist mit den großen internationalen und den benachbarten regionalen Wirtschaftszentren leistungsfähig verbunden. Die Stadt ist von einem radial zulaufenden Fernstraßennetz (80 km Autobahn innerhalb des Stadtgebiets) durchzogen, auf dem der weiträumige Fernverkehr abgewickelt wird. Allerdings bestehen noch einige Engpässe, deren Beseitigung erforderlich ist, um den Verkehrszuwächsen insbesondere durch den stetig zunehmenden Warenumschlag im Hamburger Hafen Rechnung zu tragen:

In Planung sind z. B. mit einer Verbindung zwischen den Autobahnen A1 und A7 eine Querspange durch das Hafengebiet sowie eine West- (A20) und Ostumfahrung (A21) der Stadt. Außerdem soll das bestehende Ringstraßensystem (Ringe 2 und 3) ausgebaut und mit der A 26 ein Autobahnring um die Stadt geschaffen werden, um langfristig dem wachsenden Straßenverkehr begegnen zu können.

Über 1.700 Betriebe des straßengebundenen Güterverkehrs mit 45.000 Lastkraftwagen sind bei der Handelskammer Hamburg registriert. Durch den Hafen und Hamburgs Position im internationalen Güterumschlag verfügt das Speditionsgewerbe über besonderes Know-how bei internationalen Transporten aller Art. Zumeist handelt es sich um Haus-Haus-Verkehre oder um gebrochene Verkehre mit Transportketten verschiedener Trägersysteme. Für den Transport kleinerer und eiliger Sendungen stehen in Hamburg über 120 Kurier-, Express-, und Paketdienste zur Verfügung. Die Expressdienste machen es möglich, dass Waren für ganz Deutschland am nächsten Morgen beim Empfänger sein können. Rund 4.000 Kuriere sorgen für die Verteilung innerhalb der Stadt.