Frühlingsforum 2015 - Logistik - Gut für Hamburg

"Logistik ist Problem-Löser, nicht Problem-Auslöser" - So begrüßte Prof. Dr. Peer Witten die Teilnehmer auf dem Frühlingsforum der Logistik-Initiative Hamburg und stimmte sie auf die späteren Workshops ein. Die Metropolregion Hamburg zählt knapp 12.000 Logistikbetriebe, die insgesamt mehr als 14% aller Erwerbstätigen in dieser Region beschäftigen. Dabei stellt Hamburg fast ein Zehntel der bundesweiten Auszubildenden im Speditions- und Logistikbereich. Das Ansehen der Logistik aber steht in keiner Relation zu der Bedeutung der Logistik - zudem drittgrößter Wirtschaftszweig in Deutschland. Die Funktion des Enablers für die gesamte Volkswirtschaft wird nicht angemessen wertgeschätzt und der Beitrag der Logistik zum Wohlstand der Metropolregion Hamburg wird kaum erkannt.

Das diesjährige Frühlingsforum „Logistik – Gut für Hamburg“ am 17. März 2015 war ein fulminanter Auftakt zum Schwerpunktjahr 2015.

Die ersten Impulse lieferte eine Podiumsdiskussion, die teilweise sehr provokant und kontrovers geführt wurde. Frauke Heistermann, Mitglied der Geschäftsleitung, AXIT AG sowie Vorstandsmitglied des Bundesvereinigung Logistik E.V. (BVL), Ingo Egloff, Vorstand, Hafen Hamburg Marketing e.V., Hans Delfs, Geschäftsführer Delfs & Associates GmbH, Hubert Grimm, Geschäftsführer, Industrieverband Hamburg e.V., Reinhard Pfeiffer, Inhaber, 3F Kommunikation sowie Oliver Detje, Verlagsleiter, DVV Media Group GmbH waren sich einig, dass die Sprache der Logistik emotionaler und bildhafter werden muss, um die Öffentlichkeit zu erreichen. Die „Werbung“ für die Logistik sei zu technokratisch und mit Fachbegriffen beladen und werde daher von der Öffentlichkeit als sperrig wahrgenommen. So fehlt die öffentliche Wahrnehmung, was Logistik ist und kann. Die Logistik hat also in allererster Linie kein Image-, sondern ein Informationsproblem. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion bekannten aber auch geschlossen, dass Änderungsmaßnahmen viel Kapital und einen langen Atem benötigen. Um Hubert Grimm zu zitieren „Tun kostet Geld, sonst bleibt es nur ein Ritual“.

In den anschließenden Kreativworkshops, wurden gemeinsam Ansätze und Werbemöglichkeiten für die Branche erarbeitet. Die Logistik muss es schaffen, für die Menschen „fassbarer“ zu werden. Eine Logistikleistung ist eine „nicht sichtbare“ Leistung. Dies den Menschen emotional zu vermitteln und die Dienstleistung erlebbar zu machen, wird die große Aufgabe der Zukunft sein. Mit einer bildhaften Sprache kann es gelingen. Emotionen werden über Geschichten erzeugt. Es muss also ein Storytelling entwickelt werden.

Auch muss die Anwendung neuer Technologien (Apps / Social Media), parallel zu traditionellen Medien wie Print, City Lights u.a. eingesetzt werden. Grundsätzlich ist eine langfristige Strategie von Nöten.

Die Logistik-Initiative Hamburg bedankt sich bei allen Anwesenden für die rege und interessante Beteiligung. Sie alle haben beigetragen, erste Schritte zur Verbesserung des Images der Logistik in der Metropolregion Hamburg zu gehen. Die Logistik-Initiative Hamburg wird diese Ideen weiterentwickeln und zur Jahreskonferenz "Logistik – Gut für Hamburg" am 18. Juni erste Ergebnisse präsentieren.

Auf dem anschließenden Frühlingsfest wurden die Thesen und Schlagworte aus der Podiumsdiskussion und den Kreativworkshops angeregt weiter diskutiert.

Impressionen:

Für die LIHH © Andreas Fromm Fotografie, Hamburg

 

 

Kontakt

Stefanie Giesenkirchen

Mitglieder- und Veranstaltungsmanagerin

Tel.: +49 40 22 70 19 85
sg(at)hamburg-logistik.net

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