1. Treffen am 30. November 2015

Flüchtlingssituation auch im UNA-Netzwerk Thema

Das erste Treffen des Unternehmensnetzwerks Allermöhe (UNA) (ehemals Logistik-Netzwerk Bergedorf) am 30. November im Logistikzentrum von Budnikowsky beschäftigte sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation in Bergedorf. Die Unternehmen aus dem Gewerbegebiet bekamen von Mathias Eichhorn (Bezirksamt Bergedorf) Informationen aus erster Hand zu den Aktivitäten in Bergedorf sowie zur geplanten Flüchtlingsunterkunft. In Bergedorf sind auf einer acht Hektar großen Fläche am Mittleren Landweg in Billwerder - dem sogenannten alten Gleisdreieck - 800 Wohnungen für etwa 3.000 Flüchtlinge geplant. Zudem konnten die UNA-Netzwerker erfahren, welche Möglichkeiten es für Unternehmen gibt, über Praktika oder Ausbildungsplätze einen Beitrag für die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt zu leisten. Hans Nauber von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration berichtete zusammen mit Annette von Blanc von PlusPunkt GmbH über die veränderte arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen und das Projekt W.I.R – work and integration for refugees.

Unter Beteiligung des „Aktionsbündnisses Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk“ haben sich die Arbeitsmarktpartner darauf verständigt, die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration für Flüchtlinge nach der Idee der Jugendberufsagentur weiterzuentwickeln und auch die Erfahrungen von Trägern der Flüchtlingshilfe direkt einzubeziehen. Ziel ist die schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Erster Schritt ist die systematische Erfassung der jeweiligen Lebenslage sowie die Feststellung der beruflichen Kompetenzen. Anschließend können im Rahmen einer gemeinsamen Fallbesprechung institutionenübergreifend Lösungen für die jeweils individuelle Situation angeboten werden. So werden die Voraussetzungen für eine Arbeitsvermittlung durch die Agentur für Arbeit und das Jobcenter geschaffen. Lösungen können zum Beispiel die Sprachförderung, die Anerkennung von im Ausland erworbener Berufsabschlüsse oder Angebote zur Nachqualifizierung. Auch die gesundheitliche Situation ist hierbei von Bedeutung. Stefanie Welter von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Integration ergänzte die Diskussion mit aktuellen Beispielen, was Hamburger Unternehmen bereits an Aktivitäten entfaltet haben und verwies u.a. auf die von der DVZ gestartete Aktion „Logistik geht voran“. 

Im Nachgang nutzen viele Teilnehmer noch die Gelegenheit zum persönlichen Netzwerken und nahmen die Gelegenheit war, sich von Michael Quitmann, Leiter Logistik bei der Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG, das Logistikzentrum zeigen zu lassen. An dieser Stelle möchten das Team des UNA-Netzwerkes herzlich bedanken für die tolle Gastfreundschaft von Herrn Quitmann.