12.09.2021

BMVI wählt 12 Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV aus

Scheuer: Mehr Bus und Bahn für mehr Klimaschutz.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), hat die Modellprojekte bekannt gegeben, die im Rahmen der Förderrichtlinie „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ eine Förderung vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erhalten sollen. Mit der Förderrichtlinie sollen Projekte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs unterstützt werden, die die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren. Dafür stehen bis 2024 bis zu 250 Millionen Euro bereit.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Klimaschutz im Verkehr beginnt vor der Haustür - beim Einsteigen in den öffentlichen Nahverkehr. Mit attraktiven, bezahlbaren Angeboten und einem gut ausgebauten ÖPNV wollen wir noch mehr Menschen dazu bewegen, auf Bus und Bahn umzusteigen. Jetzt setzen wir neue, starke Anreize: Wir haben zwölf innovative und kreative Modellprojekte ausgewählt, die wir bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen unterstützen wollen. Sie werden den ÖPNV in ihrer Stadt und auf dem Land nachhaltig verbessern und zukunftsfähig machen - zum Beispiel, indem sie Fahrpläne verdichten, verschiedene Mobilitätsformen verknüpfen, flexible On-Demand-Verkehre schaffen, digitale Mobilitätsplattformen entwickeln oder neue Ticketvarianten einführen. Die dort gewonnen Erfahrungen werden auch vielen anderen Kommunen und Unternehmen helfen.

Das Förderverfahren ist zweistufig. Interessierte Verkehrsunternehmen und -verbünde sowie Städte, Kreise und Gemeinden konnten sich in einem ersten Schritt mit Projektskizzen um eine Förderung bewerben. Aus den Einreichungen wurden nun bundesweit zwölf Modellprojekte ausgewählt, die im Rahmen der Förderrichtlinie „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ gefördert werden sollen.

Die ausgewählten Förderskizzen konnten durch integrierte Gesamtkonzepte sowie innovative und an die regionalen Anforderungen angepasste Maßnahmen überzeugen. Die Projektverantwortlichen werden dazu aufgerufen, zeitnah entsprechende Förderanträge bei der Bewilligungsbehörde, dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), einzureichen.

Die Maßnahmen werden mit bis zu 30 Millionen Euro pro Antragsteller mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent unterstützt. Die Quote kann durch Landesmittel auf bis zu 95 Prozent erhöht werden.

Die Projekte werden insbesondere mit Blick auf ihr CO2-Reduktionspotenzial wissenschaftlich begleitet. Ebenfalls wird überprüft, inwiefern besonders wirksame Best Practices auf andere Städte übertragen werden können.

Für eine Förderung ausgewählt wurden:

  • Freie und Hansestadt Hamburg (AWHT)
  • Hallesche Verkehrs-AG (STADTLand+), Sachsen-Anhalt
  • Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe mbH (LIV), Nordrhein-Westfalen
  • Kreis Herzogtum Lauenburg (ÖVer.KanT), Schleswig-Holstein
  • Landkreis Cuxhaven (CuX), Niedersachsen
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg (CleverMoWe), Niedersachsen
  • Digitale Mobilitätsinnovationen in Freyung - Grafenau (DiMoFRG), Bayern
  • Modellregion Hannover: Wendepunkte im Verkehr (MoHaWiV), Niedersachsen
  • Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMVall-in), Hessen
  • Verkehrsverbund Warnow GmbH (MIRROR), Mecklenburg-Vorpommern
  • wupsi GmbH (MUMOLEVRBK), Nordrhein-Westfalen
  • Neue öffentliche Mobilität durch Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung (VGI newMIND), Bayern

Nähere Informationen zu den ausgewählten Projekten sowie deren skizzierter Förderbedarf finden Sie auf unserer Website unter: www.bmvi.de/modellprojekte-nahverkehr.

Die Förderrichtlinie sowie weitergehende Informationen zum Förderprogramm stehen auf der Webseite des BAG zur Verfügung.

 

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