16.11.2021

DHL und Grundfos pilotieren Bio-LNG im Straßentransport mit vielversprechenden Zwischenergebnissen

Seit Juni 2021 erprobt DHL Freight, einer der führenden Anbieter für Straßentransporte in Europa, mit Shell den Einsatz von Bio-LNG (Bio-Flüssiggas aus nachhaltiger Biomasse) in drei Lkw für den Kunden Grundfos, um dessen CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. In den ersten fünf Monaten des Pilotprojekts konnten durch die Umstellung auf Bio-LNG insgesamt 87 Tonnen CO2e vermieden werden. Das entspricht den Emissionen eines Diesel-Lkw über eine Strecke von mehr als 89.900 Kilometern und stellt eine CO2-Einsparung von 85 Prozent im Vergleich zu einem traditionellen Dieselmotor dar.

"Die Logistikindustrie ist heute für rund elf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Um dem Klimawandel zu begegnen, braucht der Transportsektor eine echte Dekarbonisierung. Für uns bei DHL Freight sind nachhaltige Kraftstofflösungen ein wichtiger Hebel, um den Kraftstoffmix zu verändern und die Kohlenstoffemissionen im Straßentransport zu reduzieren", so Uwe Brinks, CEO von DHL Freight. "Mit Investitionen in nachhaltige Kraftstoffe, aber auch in die Flottenerneuerung, Motornachrüstung und Effizienzprojekte reduzieren wir die negativen Umweltauswirkungen der Logistik-Lieferkette. Wir freuen uns, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die unsere Vision teilen und mit uns den Weg in eine nachhaltige Zukunft gehen."

Durch Nutzung des alternativen Kraftstoffs sollen die Transporte zwischen den Produktionsstandorten von Grundfos in Bjerringbro in Dänemark und Longeville-Les-Saint-Avold in Frankreich nachhaltiger gestaltet werden. Mit dem Angebot grüner Alternativen unternimmt das Unternehmen im Einklang mit der Nachhaltigkeits-Roadmap 2030 von Deutsche Post DHL Group einen weiteren Schritt in Richtung eines saubereren Straßentransports.

"Unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit und unsere diesbezüglichen Ambitionen sind in unserer gesamten Wertschöpfungskette verankert und wir arbeiten eng und geschlossen mit unseren Lieferanten und Logistikpartnern zusammen, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. So wollen wir unsere CO2-Emissionen bis 2025 um 50 Prozent reduzieren. Daher betrachten wir die von DHL Freight vorgeschlagene nachhaltige Kraftstofflösung als bedeutenden Schritt in die richtige Richtung, um die CO2-Emissionen des Straßentransports zu verringern", sagt Stéphane Simonetta, Group Executive Vice President und COO bei Grundfos.

Das von Shell in diesem Pilotprojekt verwendete Bio-Flüssiggas wird aus landwirtschaftlichen Abfällen produziert. Es erfüllt die Kriterien der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) der Europäischen Union und ist ein Produkt einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Das Pilotprojekt ist inzwischen seit mehr als fünf Monaten im Gange und wird noch rund ein Jahr weiterlaufen. Die Emissionssenkung wird dem Kunden entsprechend zugerechnet. Auf diese Weise können Kunden ihre Lieferketten erfolgreich dekarbonisieren.

Fabian Ziegler, Geschäftsführer von Shell Deutschland, sagt: "Für uns stellt die Durchführung von Pilotprojekten wie diesem mit Kunden wie DHL nicht nur eine herausragende Gelegenheit dar, um innovative Ansätze zu erproben und Erfahrungen zu sammeln, sondern auch, um die Dekarbonisierung der Industrie gemeinsam voranzutreiben, wenn sich neue Konzepte bewähren und auf wirtschaftliche Weise einen positiven Beitrag zu Klimazielen leisten. Die bisherigen Ergebnisse des Pilotprojektes deuten drauf hin, dass Bio-LNG bereits heute CO2-Emissionen reduzieren kann, und so zur Senkung von Treibhausgasen beitragen kann, die zur Erreichung der EU-Klimaziele 2030 erforderlich ist. Das ist sehr vielversprechend und eine gute Nachricht für die Branche." 

In der Zwischenzeit baut Shell sein Angebot an Bio-LNG weiter aus, um weitere Emissionssenkungen bis hin zur vollen CO2-Neutralität zu ermöglichen. Ab Anfang 2022 werden alle niederländischen Shell-Tankstellen Bio-LNG-Gemisch im Angebot haben. So erhalten alle Kunden die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen weiter zu senken. Ab 2023 will Shell an allen seinen deutschen Tankstellen Bio-LNG aus einer neuen Gasverflüssigungsanlage im Shell Energie- und Chemiepark Rheinland anbieten. Vorbehaltlich einer rechtzeitigen Erteilung der notwendigen Genehmigungen wird das Unternehmen noch in diesem Jahr mit dem Bau der Verflüssigungsanlage beginnen. Mithilfe der Jahresproduktion der Anlage von 100.000 Tonnen Bio-LNG könnte die Straßentransportbranche ihren CO2-Fußabdruck um bis zu eine Million Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren.

Der Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe im Straßentransport ist ein Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Deutsche Post DHL Group. Der jüngst veröffentlichten Nachhaltigkeits-Roadmap des Konzerns zufolge werden bis zum Jahr 2030 sieben Milliarden Euro in klimaneutrale Logistiklösungen fließen. Darüber hinaus sollen 2030 mindestens 30 Prozent des Kraftstoffbedarfs in der Luftfracht und dem Straßentransport durch nachhaltige Kraftstoffe gedeckt werden. Für Deutsche Post DHL Group sind Biokraftstoffe derzeit entscheidend für die Dekarbonisierung des Verkehrs, auf lange Sicht stellt jedoch Wasserstoff als strombasierter nachhaltiger Kraftstoff eine vielversprechende Alternative dar.

DHL – The logistics company for the world
DHL ist die weltweit führende Marke in der Logistik. Mit unseren DHL-Divisionen bieten wir ein einzigartiges Logistikportfolio – von der nationalen und internationalen Paketzustellung über
Transport- und Fulfillment-Lösungen im E-Commerce, den internationalen Expressversand sowie Straßen-, Luft- und Seefrachttransport bis zum Supply-Chain-Management. Mit rund 400.000
Mitarbeiter*innen in über 220 Ländern und Territorien weltweit verbindet DHL sicher und zuverlässig Menschen und Unternehmen und ermöglicht so globalen nachhaltigen Handel. Mit einer einzigartigen
Präsenz in Entwicklungs- und Schwellenländern und spezialisierten Lösungen für Wachstumssektoren wie „Technology“, „Life Sciences & Healthcare“, „Engineering, Manufacturing & Energy“, „Auto-
Mobility“, und „Retail“ ist DHL „The logistics company for the world“. DHL ist Teil des Konzerns Deutsche Post DHL Group. Die Gruppe erzielte 2020 einen Umsatz von mehr als 66 Milliarden Euro. Mit nachhaltigem Handeln sowie dem Engagement für Gesellschaft und Umwelt leistet der Konzern einen positiven Beitrag für die Welt. Bis 2050 strebt Deutsche Post DHL Group die Null-Emissionen-Logistik an.

Über Royal Dutch Shell plc
Royal Dutch Shell plc ist in England und Wales eingetragen, hat seinen Hauptsitz in Den Haag und ist an den Börsen von London, Amsterdam und New York notiert. Shell Unternehmen sind in mehr als 70
Ländern und Territorien tätig, darunter Öl- und Gasexploration und -produktion, Erzeugung und Vermarktung von verflüssigtem Erdgas (LNG) und Gas-to-Liquids (GTL), Vermarktung und Transport
von Ölprodukten und Chemikalien sowie Projekten für erneuerbare Energien. Shell hat sich weltweit zum Ziel gesetzt, bis 2050 in Einklang mit der Gesellschaft ein Energieunternehmen mit Netto-Null-
Emissionen zu werden. Shell investiert und arbeitet mit Kunden zusammen, um treibhausgasarme Energie, einschließlich Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Wasserstoff, erneuerbare Energien und
Biokraftstoffe anzubieten. Seit 1902 in Deutschland vertreten, beschäftigt Shell heute hier mehr als 3000 Mitarbeiter in Forschung, Produktion und Vertrieb von Energielösungen für private Mobilität und
Heimenergie sowie Energie- und Chemieprodukten und Betriebsstoffen für nahezu alle Branchen und Sektoren. Dabei verändert das Unternehmen sein Portfolio sukzessive mit Blick auf die Kundenbedürfnisse, um die Energiewende mit CO2-ärmeren Energielösungen voranzubringen.

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Bild: DHL