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11.09.2020

Duale Ausbildung in Krisenzeiten - Online-Seminare zur Unterstützung von Ausbildern und Personalverantwortlichen im Mittelstand sind gestartet.

Bewerbungen für Ausbildungsplätze haben signifikant abgenommen. Im August 2020 meldet die Bundesagentur für Arbeit: „Bundesweit liegen das betriebliche Lehrstellenangebot und die Zahl der Bewerber acht bis zehn Prozent unter dem Vorjahreswert“.

Insgesamt stehen demnach 482.000 gemeldeten Lehrstellen 417.000 Bewerber gegenüber. Einen so schlechten Start in ein neues Ausbildungsjahr gab es noch nie. Wer sich auch 2021 Fachkräfte-Nachwuchs ins Unternehmen holen möchte, kann sich jetzt auf die neuen Anforderungen vorbereiten.

Seit Covid-19, haben sich die Rahmenbedingungen für die betriebliche Berufsausbildung deutlich verändert. Kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor der Aufgabe den Ausbildungsprozess stärker zu digitalisieren und virtuelle Lernerfahrungen zu ermöglichen. Doch es geht um weit mehr. Ängste und Sorgen der Jugendlichen erfordern ein verändertes Informationsangebot seitens der Unternehmen und einen intensiven Beziehungsaufbau ab dem ersten Kontakt.

Proaktiv auf Ängste und Sorgen der Jugendlichen reagieren
Um den Nachwuchs in der Berufsfindungsphase nicht zu verlieren, kommt es besonders auf die richtige Kommunikation an. Unternehmen, die gezielt für mehr Klarheit und Sicherheit bei den Auszubildenden sorgen, genießen einen Vertrauensvorsprung. Dies gilt vor und erst recht während der Ausbildung.

Von Anfang an für beste Beziehungen sorgen
Idealerweise beginnt der Beziehungsaufbau bereits deutlich vor der Vertragsunterzeichnung, er wird stetig intensiviert und endet auch nach der Ausbildung nicht gänzlich. In außergewöhnlichen Zeiten, ist die verstärkte Betreuungsleistung seitens der Ausbildungsbetriebe, ein wesentliches Handlungsfeld. Orientierung und Halt sind für die Jugendlichen noch wichtiger geworden. Plattformen und virtuelle Lernformate sind keineswegs nur in Home-Office Zeiten hilfreich oder Konzernen vorbehalten. Gut aufbereitete digitale Lerninhalte, die auf einem durchdachten Ausbildungsprozess basieren, binden weniger Ressourcen und ermöglichen einen gleichbleibend hohen Ausbildungsstandard. Aus der Azubi-Perspektive gilt es, für die theoretischen Lerninhalte eine ansprechende Methodik-Didaktik anzubieten. Schließlich soll die Freude am Lernen im Vordergrund stehen.

Ausbildungsinhalte digitalisieren
Wer die Chance ergreift, die betriebliche Ausbildung stärker zu digitalisieren, wird künftig profitieren. Gerade auch kleinere Betriebe werden entlastet, wenn redundante, zeitraubende Vorgänge entfallen. Video-Tutorials, digitale Plattformen und virtuelle Lernformate sind keineswegs nur in Home-Office -Zeiten hilfreich oder Konzernen vorbehalten. Gut aufbereitete digitale Lerninhalte, die auf einem durchdachten Ausbildungsprozess basieren, binden weniger Ressourcen und ermöglichen einen gleichbleibend hohen Ausbildungsstandard. Aus der Azubi-Perspektive gilt es, für die theoretischen Lerninhalte eine ansprechende Methodik-Didaktik anzubieten. Schließlich soll die Freude am Lernen im Vordergrund stehen.

Sie sind Ausbilder oder Personalverantwortlicher und möchten mehr erfahren? Am 29. September bietet der Hamburger AGA Norddeutscher Unternehmensverband Großhandel - Außenhandel - Dienstleistungen e.V. das Online-Format an. Weitere Infos finden Sie hier.
Weitere Anbieter und Termine werden Ihnen auf Anfrage genannt.

Über Beate Teschner:
Seit mehr als 20 Jahren unterstützt Beate Teschner zahlreiche Unternehmen im Mittelstand. Mittels angewandter Unternehmenspsychologie sorgt sie für nachhaltige Veränderungsprozesse. Die fundierte Entwicklung wirksamer Arbeitgebermarken, ist ihr Spezialgebiet. Ihre Überzeugung: Wer die besten Azubis und Fachkräfte für sein Unternehmen begeistern kann, hat beste Zukunftsaussichten.

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