15.01.2021

Hamburg: Industrie- und Logistikmarkt übertrifft die Erwartungen

Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in Hamburg hat im Jahre 2020 wegen mehrerer Baubeginne und daraus resultierender Großabschlüsse einen in der Höhe nicht erwarteten Flächenumsatz erzielt. Nach 360.000 m² im Jahr 2019 wurden bis Ende Dezember 2020 495.000 m² Flächenumsatz (+ 37,5 %) registriert. „Der rasante Anstieg ist in erster Linie auf den Eigennutzer-Neubau von REWE mit rund 86.500 m² in Henstedt-Ulzburg zurückzuführen und spiegelt nicht die anhaltende Flächenknappheit des Marktes wider“, erläutert Anton Hansen, Leiter Industrieflächen bei Engel & Völkers Commercial Hamburg. Demzufolge weise die Metropolregion Hamburg weiterhin einen geringen Leerstand bei den Bestandsflächen auf und biete wenige Ausweichmöglichkeiten für Neubauvorhaben. Darüber hinaus seien durch die Corona- Pandemie Unternehmen aufgrund der nicht gegebenen Planungssicherheit dazu gezwungen, keine langfristigen Mietverträge einzugehen. Diese Flexibilität müssten die Eigentümer nun bieten. Für das Jahr 2021 hält Hansen einen Flächenumsatz von 420.000 m² für realistisch.

Die wichtigsten Marktdaten 2020 im Überblick:

  • Teilmärkte: Stärkster Teilmarkt im Jahr 2020 ist insbesondere durch den REWE-Abschluss das Umland-Nord mit einem Anteil von 23 % (+10 Prozentpunkte) am Gesamtflächenumsatz in der Metropolregion Hamburg. Der Osten und das Umland-Ost bleiben mit je 18 % nahezu unverändert. Der Süden verliert trotz des Airbus-Abschlusses (ca. 30.500 m²) 10 Prozentpunkte und kommt auf einen Anteil am Flächenumsatz von 21 %.
  • Verträge nach Größenklassen: 29 % aller abgeschlossenen Verträge entfielen auf Flächen zwischen 501 – 1.000 m². Mit einem Plus von 13 Prozentpunkten ist das die größte Zunahme. 5 Prozentpunkte verloren hat die folgende Größenklasse zwischen 1.001 – 2.500 m² (27 %). Mit einem Plus von je 6 Prozentpunkten kamen die Größenklassen 2.501 – 5.000 m² und 5.001 – 10.000 auf Vertragsanteile von jeweils 10 %.
  • Flächenumsatz nach Größenklassen: 56 % des Gesamtflächenumsatzes (+34 Prozentpunkte) gingen auf Abschlüsse für Flächen über 10.000 m² zurück. Auf insgesamt 30 % kamen die Flächengrößen 2.501 – 5.000 m² (-10 Prozentpunkte) und 5.001 – 10.000 m² (+6 Prozentpunkte).
  • Miete/Eigennutz/Kauf: Im Jahr 2020 ist es hier zu deutlichen Verschiebungen gekommen. Mit einem Anteil von 46 % am Flächenumsatz überwiegen zwar die gemieteten Flächen, allerdings verloren sie im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozentpunkte. 37 Prozentpunkte zugelegt hat dem hingegen der Bereich Eigennutz (41 %). 5 % des Flächenumsatzes ist auf den Kauf von Bestandsimmobilien zurückzuführen (-5 Prozentpunkte).
  • Branchenverteilung: Der Handel ist mit 46 % der umgesetzten Flächen zwar immer noch die stärkste Branche, verlor gegenüber dem Vorjahr jedoch 16 Prozentpunkte. Mit einem Plus von 17 Prozentpunkten kam Transport/Logistik auf nunmehr 30 %. Industrie/Gewerbe folgt mit 12 % (-5 Prozentpunkte).

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