12.01.2021

Jungheinrich Automatiklösung für BLG Logistics Group

Die BLG Logistics Group investiert am Standort Bremen in ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) von Jungheinrich. Zwei automatisierte Fahrzeuge vom Typ ERC 213a übernehmen im Logistikcenter Bremen, in dem die BLG umfassende Dienstleistungen für den Automotive-Bereich erbringt, künftig die materialseitige Ver- und Entsorgung einer Beschichtungslinie. Bei dem Auftrag handelt es sich um das erste Automatisierungsprojekt dieser Art für die BLG überhaupt.

Christian Reining, Senior-Projektmanager Innovationen & Digitalisierungsprojekte bei der BLG Logistics Group, erklärt:„Wir freuen uns, mit Jungheinrich einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir unser erstes FTS-Projekt realisieren können. Dieses Projekt dient als Leuchtturm und wird hoffentlich noch einige Anwendungsfälle innerhalb der BLG aufzeigen.“

Mithilfe der Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) bei der BLG sollen Teile des internen Plattentransports im Logistikcenter Bremen automatisiert werden. Die ERC 213a können dank ihres Laserscanners eigenständig durch das Lager navigieren. Gleichzeitig sind sie in der Lage, unterschiedliche Ladungsträger zu erkennen, auch wenn diese Übermaße haben, und Leerpaletten zu stapeln. 

Über das Jungheinrich Logistik-Interface sind die FTF mit dem Lagerverwaltungssystem der BLG verbunden. Dank dieser Schnittstelle werden die vom Lagerverwaltungssystem erzeugten Transportaufträge direkt an die ERC 213a übermittelt und von diesen abgearbeitet. Fahrzeuge und Lager verbinden sich so zu einem intelligenten Gesamtsystem.

„Fahrerlose Transportsysteme sind das Herzstück der automatisierten Intralogistik. Basierend auf praxiserprobten Jungheinrich Serienfahrzeugen, die um Automatisierungskomponenten ergänzt und von intelligenter Software gesteuert werden, haben wir für die BLG ein System entworfen, das wiederkehrende Transportaufgaben mit hohen Umschlagmengen besonders sicher und sehr effizient erledigt“, sagt Gregor Ringwelsky, Key-Account-Manager bei Jungheinrich.

Der ERC 213a ist das neuste Modell im Portfolio Fahrerloser Transportfahrzeuge von Jungheinrich. Dank seiner kompakten Bauweise ist der automatisierte Hochhubwagen speziell für Transportprozesse in enger Umgebung ausgelegt. Ausgerüstet mit modernster Lithium-Ionen-Technologie können die Fahrzeuge bis zu acht Stunden unter Vollauslastung fahren. Das Laden der Batterie erfolgt in vordefinierten Zeiträumen oder bei Bedarf automatisch in Ladestationen. Dadurch erhöht sich die Verfügbarkeit des Systems und die Fahrzeuge können rund um die Uhr eingesetzt werden. Der ERC 213a lagert Lasten bis zu 1,3 t ein. Das Fahrzeug erreicht dabei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 2,5 m/s. Ein 2,8-kW-Drehstrommotor sorgt für konstante Leistung, der elektrisch geregelte Hubmotor für sicheres Heben in Hubhöhen bis zu 4.400 mm. Dank Stahlrahmen und geschlossener Rahmenstruktur verfügt der ERC 213a über eine besonders robuste Bauweise. Sicherheitssysteme wie die serienmäßigen Personenschutzscanner kontrollieren im Einsatz den Fahrweg auf Hindernisse. Durch die Anordnung der Personenschutzscanner rund um das Fahrzeug wird berührungslose Sicherheit in Antriebsrichtung, Lastrichtung und in der Kurvenfahrt gewährleistet. Die Navigation erfolgt mittels eines Lasers. Dafür können Reflektoren am Fahrweg oder eine Kombination aus Reflektoren und Umgebungsmerkmalen genutzt werden.

Über Jungheinrich
Jungheinrich, gegründet im Jahr 1953, zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Automatiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden passgenaue Lösungen für die Herausforderungen der Industrie 4.0. Der Konzern mit Stammsitz in Hamburg ist weltweit in 40 Ländern mit eigenen Direktvertriebsgesellschaften und in rund 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Jungheinrich beschäftigt weltweit 18.000 Mitarbeiter und erzielte 2019 einen Konzernumsatz von 4,07 Mrd. €. Die Jungheinrich-Aktie ist im SDAX notiert.

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