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Veranstaltungen und Termine

22.11.2021

Portugal -Chancen für deutsche Hersteller im Bereich Hafenwirtschaft & Logistik

event 22.11.2021 - 26.11.2021
location_on Online-Event

Vor dem aktuellen Hintergrund der COVID-19 Pandemie und der aktuellen weltweiten Ausnahmesituation, ist die Exportbranche vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Mit der Geschäftsanbahnung Portugal bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine konkrete Unterstützungsmaßnahme für die Weiterführung Ihres Auslandsgeschäftes trotz Reisebeschränkung an. Dieses Exportförderprojekt wird virtuell umgesetzt und bringt Sie über online Video-Konferenztools mit potentiellen Kunden, Importeuren und Kooperations- oder Geschäftspartnern aus Portugal zusammen.

Hintergrund & Zielgruppe des Projektes

Die Geschäftsanbahnung Portugal ist ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für deutsche Hersteller von Produkten im Bereich "Hafenwirtschaft" mit Fokus auf Logistik und Digitalisierung. Das Projekt wird von der Deutsch-Portugiesischen Industrie- und Handelskammer (AHK Portugal) in Zusammenarbeit mit SBS systems for business solutions GmbHdurchgeführt; Fachpartner ist die Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH.

Vom 22.-26. November 2021 findet eine mehrtägige digitale Geschäftsreise für deutsche Unternehmen mit Interesse an einer Geschäftsausweitung in den portugiesischen Markt statt. Die Reise richtet sich vorwiegend an kleine und mittlere deutsche Anbieter von Dienstleistungen und Equipment im Bereich „Hafenwirtschaft und Logistik, inklusive Digitalisierung“ (für eine detailliertere Beschreibung s.u.). Das BMWi unterstützt mit dieser digitalen Delegationsreise deutsche Unternehmen bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement durch den gezielten Auf- bzw. Ausbau von Geschäftskontakten in Portugal. Die Geschäftsanbahnung soll Marktchancen ausloten und langfristige Absatzpotenziale für deutsche Unternehmen der Branche vorbereiten.

Geschäftschancen in Bereich Hafenwirtschaft:

  • Hersteller und Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Modernisierung von Hafen- und Fördertechnik, Hafenmanagement- und Logistikprozessen sowie Lager- und Kleintransportsystemen
  • Hersteller und Anbieter von logistischen Automatisierungs- und Sicherheitstechnologien
  • Hersteller und Anbieter von Tracking-und-Tracing-Systemen, spezifischer Dienstleistungssoftware für Hafen- und Lagermanagement sowie Cybersicherheit
  • Beratungsdienstleister in den Bereichen Hafenmanagement und Optimierung infrastruktureller Anbindungen an das Hinterland 
  • Selbstverständlich können auch Anbieter weiterer Technologien an dem Projekt teilnehmen.

Bestandteile der virtuellen Reise

Vorbereitungsworkshop/Digitales Briefing
Der technische Vorbereitungsworkshop wird als Videokonferenz organisiert. Die deutschen Teilnehmer stellen sich untereinander vor und lernen die Mitarbeiter der AHK Portugal persönlich kennen. Der Workshop findet in der Woche vor der Präsentationsveranstaltung statt. So kann die Gelegenheit genutzt werden, sich technisch und inhaltlich auf die Reise vorzubereiten. Die Teilnehmer können so außerdem ihre Präsentationen gegebenenfalls besser dem portugiesischen Markt anpassen. Es gibt eine Besprechung zum Programmablauf und themenspezifische Kurzvorträge lokaler Stakeholder.

Präsentationsveranstaltung / Digitale Fachkonferenz
Online Präsentationsveranstaltung als Webinar. Präsentation der deutschen Firmen vor einem fachbezogenen online Publikum. Sie als Unternehmen können sich im Webinar einem Live-Publikum vor portugiesischen Unternehmensvertretern und Einkäufern vorstellen und mögliche Geschäftspartner kennenlernen. Branchenspezifische Fachvorträge von Verbänden, Institutionen und Spezialisten. Themenspezifische Podiumsdebatte unter Einbindung der deutschen Unternehmen.

B2B-Gespräche
Einzelgespräche zwischen deutschen Firmen und portugiesischen Gesprächspartnern. Organisiert als Video-Konferenzen über die Plattform Microsoft Teams. Die AHK kümmert sich um Terminorganisation, stellt die Verbindung zwischen den Parteien her und sorgt für die Moderation und ggf. auch Übersetzung. 

Clustertreffen für deutsche Teilnehmer
Virtuelle Besuche von Referenzprojekten, inkl. Networking-Möglichkeiten.

Das ausführliche Programm finden Sie im unten verlinkten Infoletter.

Teilnahmebedingungen

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Die für Ihr Unternehmen entstehenden Kosten wurden für die virtuelle Geschäftsanbahnung vom BMWi entgegen des ursprünglichen Eigenbeitrags um 50% reduziert und belaufen sich, abhängig von der Größe Ihres Unternehmens, jetzt auf:

*250 EURO netto: weniger als 2. Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeiter
*375 EURO netto: weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeiter
*500 EURO netto: ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeiter

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Unternehmen beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. KMU haben Vorrang vor Großunternehmen. Die individuellen Beratungsleistungen werden in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt.

Warum Portugal?

Hafenwirtschaft in Portugal
Die strategisch vorteilhafte Lage am Meer, die wichtigen internationalen Häfen wie z.B. in Lissabon und Sines sowie die ausschließliche Wirtschaftszone von 1.727.408 km2 festigen Portugals Position als ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die maritime Wirtschaft Europas. Knapp 52 % des externen Handels der Europäischen Union (EU) über Seewege werden durch portugiesische Gewässer transportiert; beim innereuropäischen Handel sind es 60 % der Güter. Im Jahr 2020 lag das Frachtvolumen bei insgesamt 81,9 Millionen (Mio.) Tonnen und war damit um 6 % geringer als im Vorjahr. Der Bereich Cargo, der sich in Massenstückgut, Containercargo und Ro-Ro-Ladung unterscheidet, verzeichnete als einziger ein Wachstum im Vergleich zu 2019 (+2,8 %), was auf ein höheres Volumen an Containercargo (+5,1 %) zurückzuführen ist. Dahingegen verzeichnete die Hafenwirtschaft Portugals einen erheblichen Rückgang des Schüttgutvolumens (-7,9 %) auf nunmehr 30,1 Mio. Tonnen und des Flüssigstoffvolumen (-21,8 %) auf 13,3 Mio. Tonnen. Zwischen Februar 2020 und Januar 2021 wurde dennoch insgesamt 7,8 % mehr Schiffsbeladungen erfasst als im vergleichbaren Zeit-raum im Vorjahr. Die Schiffsentladungen gingen jedoch um 5,6% zurück. Diese Fluktuationen variieren stark von Hafen zu Hafen; so verzeichnete Sines ein positives Wachstum hinsichtlich des Einlade- (+15,6 %) sowie Entladevolumens (+9,4 %), während der Hafen Douro e Leixões einen Rückgang um jeweils 18,7 % und 38,3 % registrierte..

Branchenspezifische Ziele und Maßnahmen
Es wird erwartet, dass sich die maritime Wirtschaft Portugals graduell erholen, bis Ende 2025 verdoppeln und durch ihre direkten bzw. indirekten Effekte zwischen 10 und 12 % des portugiesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) ausmachen wird. Grundlage für die zukünftigen Investitionen in die Hafenwirtschaft bildet der Strategische Plan zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Handelshäfen in Portugal, Estratégia para o Aumento da Competitividade da Rede de Portos Comerciais do Continente - Horizonte 2026. Die potenzielle Gesamtinvestition dieser Strategie beziffert sich auf 2,5 Milliarden Euro und hat als Ziel, das Hafensystem als grundle-gendes Zentrum für die Internationalisierung der portugiesischen Wirtschaft zu stärken. Als allumfassende Basis fungiert die Nationalstrategie für das Meer 2021-2030, ENM2030, die eine konsequente Umsetzung der europäischen Ziele im Sinne des Green Deals der EU und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der portugiesischen Häfen vorsieht. Auch in Portugal gilt die Ballast Water Management Convention (BWM Convention), welche dazu verpflichtet, die Verbreitung von für das Meer schädlichem Schiffsabwasser zu verhindern. Hierzu müssen die Häfen und Werften entsprechend umweltschonender und emissionsschwacher umgestaltet werden, wodurch sich ebenso zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten ergeben.

Weitere Informationen und Anmeldung

Anmeldefrist: 30. Juli 2021

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