Köpfe der Logistik

„Organisieren und Koordinieren liegt mir im Blut“, sagt Claudia Grieger und lacht dabei. Die sympathische Frau ist eine von 40 Logistikplanern bei der Hermes Fulfilment GmbH in Hamburg-Bramfeld. Ihr absoluter Traumjob. Schon bei verschiedenen Praktika während ihres Studiums zur Wirtschaftsingenieurin habe sie gemerkt: „In der Logistikplanung muss ich viel und schnell erfassen können, dies sortieren und bewerten und entscheiden, wie ich dann handle. Es geht um effiziente und nachhaltig-sinnvolle Lager- und IT-Prozesse, um technische Zusammenhänge.“ Das lag ihr.

Nach ihrem Studium in Magdeburg, mit Auslandssemester in Siena und Praktikum in München bei BMW, ging es für Sie 2005 nach Hamburg zu Hermes Fulfilment. Der Logistikdienstleister, der nicht nur für Unternehmen der Otto Group die Ware lagert und dann als Paket verpackt, realisiert auch internationale Full-Service-E-Commerce-Lösungen. Jährlich bewegt er rund 300 Millionen Artikel, wickelt 60 Millionen Kundenbestellungen ab – vom Bikini bis zum Sofa. Claudia Grieger und ihre Kollegen betreuen ganz verschiedene Logistik-Projekte – von kleinen und mittleren Themen wie dem Ausbau einer Fördertechnik oder der Neugestaltung der Retourensteuerung bis hin zu dem Neubau ganzer Lagerstandorte, der ein oder mehrere Jahre dauern kann. Projekte im Rahmen der E-Commerce-Logistik sind z.B. die Anbindung eines Kunden-Webshops an die Schnittstellen der Hermes-Logistiksysteme  oder die Einbindung neuer Transportdienstleister.

Als zentral koordinierende Stelle eines Projektes sollte man gern kommunizieren, Konflikte nicht scheuen und Interesse an den beteiligten Fachdisziplinen haben. Den Tag verbringt Claudia Grieger am Schreibtisch oder in gemeinsamen Terminen mit Fachleuten aus den operativen Lager-Prozessen sowie IT-Abteilungen. Sie telefoniert manchmal ohne Pause und beantwortet unzählige Mails am Tag.
Ihr Blick sei eher aus der Vogelperspektive, während die anderen am Projekt beteiligten Personen Fachspezialisten seien. „Natürlich arbeite ich mich auch fachlich mit ein, aber nur soweit, dass ich die Absprachen zwischen den Spezialisten inhaltlich nachvollziehen und bewerten kann.“

Überhaupt sei ein wichtiges Kriterium zur Ausführung ihres Jobs: „Man sollte Lust auf Menschen haben.“ Die 34-jährige Frau erfüllt dies, das spürt man. Ihre Hobbies erklären sich da von allein: Kommunizieren, Menschen treffen und Reisen.