Das EU-geförderte Projekt MoLo Hubs hat in 5 Pilotregionen verschiedene Ansätze innovativer Logistikdienstleistungen getestet, die in Shared Mobility Hubs integriert wurden. Ziel war es, den innerstädtischen Verkehr zu entzerren, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und die Lebensqualität in den Städten zu verbessern.

Auf Grundlage der aus den Pilotmaßnahmen gewonnenen Erkenntnisse hat die Logistik-Initiative Hamburg kürzlich im Rahmen des Projekts das Whitepaper „Operator View – Logistical Processes and Supply Chain“ veröffentlicht. Das Whitepaper fasst die Auswirkungen der Pilottests aus Sicht der jeweiligen Logistikdienstleister zusammen und beleuchtet insbesondere Veränderungen in den Logistikprozessen und des betrieblichen Aufwands.

Das Whitepaper steht ab sofort auf der offiziellen Projektwebseite von MoLo Hubs zum Download zur Verfügung >>

Die Ergebnisse zeigen, dass die Integration solcher innovativer Logistikdienstleistungen zu geänderten Routen, zusätzlichen Umschlagpunkten und einer höheren Prozesskomplexität für gewerbliche Transporte und Dienstleister führen können. Der Fokus lag auf drei Arten von Dienstleistungen:

  • Paketdienstleistungen
  • Abfallentsorgung
  • Handwerkdienstleistungen wie Installations-, Wartungs- und Reparaturdienste

Bei den Paketdienstleistern sind die identifizierten Auswirkungen moderat: Die Zustellungen verlagern sich zunehmend auf zentrale Punkte wie Paketstationen. Dies bietet Potenzial für Effizienzgewinne, erhöht zunächst jedoch die Komplexität aufgrund zusätzlicher Stopps. Dennoch ist die Hoffnung, dass die Tür-zu-Tür-Lieferungen zurückgehen und sich der operative Aufwand dadurch verringert.

In der Abfallentsorgungslogistik führen neue Sammelstellen und Aufgaben zu höheren Betriebskosten und erhöhtem Aufwand für die Dienstleister. Die Sammelstellen sollen jedoch den Individualverkehr zu den Recyclinghöfen ersetzen, indem sie den Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit bieten, auch Sondermüll an zentralen Stellen zu entsorgen. Durch den geringeren Individualverkehr werden ökologische Vorteile erhofft.

Die größten Herausforderungen ergeben sich für Wartungs- und Reparaturdienste bei „Park-and-Switch“-Konzepten: Der Umstieg von einem Van auf ein Cargo-Bike stellt einen weiteren Umschlagpunkt dar, zusätzlich haben Cargo-Bikes nur begrenzte Kapazitäten, die Effizienz und Wirtschaftlichkeit verringern, ermöglichen jedoch die Einhaltung künftiger Emissionsstandards und erhöhen die Geschwindigkeit im innerstädtischen Straßenverkehr.

Insgesamt zeigen alle fünf untersuchten Pilotregionen eine Zunahme der betrieblichen Komplexität – eine typische Herausforderung bei selektiv umgesetzten Pilotmaßnahmen. Standardisierung, effiziente Prozessintegration und Nutzerakzeptanz sind daher entscheidend für eine erfolgreiche Skalierung und dauerhafte Implementierung.

Mehr Informationen zum Projekt MoLo Hubs >>

Wenn Sie mehr über die Projektergebnisse erfahren möchten, freuen wir uns, Sie auf dem Final Event des MoLo Hubs-Projekts am 13./14. Oktober 2026 in Brüssel zu begrüßen. Mehr Informationen zum Final Event und zur Anmeldung >>.
 

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