Seit über 20 Jahren bietet die ECL Euro-Cargo-Logistik Kontor GmbH Logistikdienstleistungen, die von der Zollabwicklung über den Transport bis hin zur Lagerhaltung reichen. Mit dem neuen EFRE-gefördertem Projekt verfolgt das Unternehmen das Ziel, seine internen Abläufe umfassend zu digitalisieren und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Dabei setzt ECL auf eine Softwarelösung, die papierbasierte Prozesse automatisiert und durch digitale Alternativen ersetzt. Der Papierverbrauch soll um 90 Prozent gesenkt werden. Zudem werden durch eine optimierte Fahrzeugnutzung und eine intelligente Routenplanung Leerfahrten vermieden und der Einsatz von Fahrzeugen effizienter gestaltet. Insgesamt strebt das Unternehmen eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von mindestens zehn Prozent an.
Das Projekt wird vollständig am Standort Hamburg umgesetzt und umfasst alle operativen Bereiche des Unternehmens. Die neue Software ermöglicht eine verbesserte Kommunikation zwischen Lager, Disposition und Fahrern und bietet den Kunden transparente Informationen über die CO2-Emissionen ihrer Transporte. So können diese klimafreundlichere Transportoptionen wählen, was zur nachhaltigen Gestaltung von Lieferketten beiträgt.
Das Projekt ist in mehrere Phasen gegliedert, die von der Erfassung der aktuellen CO2-Emissionen über die Auswahl und Implementierung der Software bis hin zur Schulung der Mitarbeitenden und der kontinuierlichen Erfolgsmessung reichen. Dabei wird ein international anerkannter Standard zur CO2-Bilanzierung angewendet, um die Fortschritte transparent und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Die Investitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 662.000 Euro. Über den EFRE-Fonds unterstützt die EU dieses Vorhaben mit rund 260.000 Euro. Diese Summe umfasst neben der Software auch die notwendige Hardware sowie die Kosten für externe IT-Dienstleistungen und das interne Projektmanagement. Die Förderung durch den EFRE ist für das Unternehmen wichtig, da sie die finanzielle Grundlage schafft, um die Ziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit in einem nachhaltigkeitsorientierten Markt zu sichern.
Mit dem Projekt „Digitalisierung und CO2-Optimierung“ setzt die ECL Euro-Cargo-Logistik Kontor GmbH ein Zeichen für verantwortungsvolles Handeln und nachhaltiges Wachstum in der Logistikbranche. Das Projekt zeigt, wie moderne Technologien und innovative Ansätze dazu beitragen können, Umweltbelastungen zu verringern und gleichzeitig die Effizienz zu steigern – zum Nutzen der Kunden, der Mitarbeitenden und der Umwelt.
Hintergrund: Die Förderrichtlinie Nachhaltige Logistik
Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021 bis 2027 mit einem Fördervolumen von über 2 Millionen Euro Vorhaben von kleine und mittlere Unternehmen, die mit Hilfe digitaler Lösungen die Treibhausgasemissionen in der Logistikbranche reduzieren und den Verkehrsfluss, insbesondere in den Innenstädten, verbessern. Dies kann zum Beispiel durch Verringerung des Verkehrsaufkommens oder Lieferung mittels emissionsfrier Transportmittel erfolgen. Entscheiden ist der Einsatz digitaler Lösungen im Arbeitsalltag von Logistikunternehmen. Damit unterstützt Hamburg aktiv den Klimaschutz und die Digitalisierung in der Wirtschaft, um nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen für den Verkehr und die Logistik zu schaffen. Die Förderung erfolgt als Zuschuss von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 300.000 Euro pro Unternehmen. Die Förderung erfolgt als Zuwendung über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB).
