29.04.2026

Grüne Korridore vorantreiben: Hamburg war Gastgeber eines hochrangigen Workshops zur Energiewende und Dekarbonisierung im maritimen Verkehr

Am 23. April 2026 kamen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Häfen, Industrie und politischen Institutionen aus der Ostseeregion in Hamburg zu dem Workshop „Von Häfen zu grünen Korridoren: Energiewende und Dekarbonisierung im Verkehr“ zusammen. Die Veranstaltung fand im HHLA Container Terminal Tollerort statt und unterstrich Hamburgs Rolle als zentrales Drehkreuz für nachhaltige maritime Innovationen.

Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit langfristiger regulatorischer Stabilität als zentralen Treiber für Dekarbonisierung und Energiewende sowie einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit, um bewährte Verfahren auszutauschen, Investitionen zu koordinieren und skalierbare Lösungen zu entwickeln. In den Diskussionen wurde zudem hervorgehoben, wie wichtig die weitere Förderung von Effizienzsteigerungen und die Sicherstellung einer kontinuierlichen Finanzierung von Pilotprojekten sind. Eine zentrale Erkenntnis war, dass nachhaltige Hafen- und Logistikinfrastrukturen entscheidend zu einer resilienten Ostseeregion beitragen. 

Der Workshop wurde von der Freien und Hansestadt Hamburg – Senatskanzlei – Baltic Sea Strategy Point in Zusammenarbeit mit Port of Hamburg Marketing organisiert, mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Hafen und and Logistik AG (HHLA). 

Strategischer Fokus auf Dekarbonisierung und Zusammenarbeit 

Häfen sind wichtige geopolitische Infrastrukturen und zentrale Wegbereiter der europäischen Energiewende. Vor diesem Hintergrund zielte der Workshop darauf ab, die Sichtbarkeit hafenbezogener Herausforderungen innerhalb der EU-Strategie für den Ostseeraum zu erhöhen und eine stärkere sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen Politikfeldern wie Energie, Verkehr, Sicherheit und Schifffahrt zu fördern. 
 
Das Programm umfasste mehrere von Expertinnen und Experten geleitete Sitzungen, die sowohl operative Realitäten als auch langfristige Transformationspfade beleuchteten. Die Diskussionen konzentrierten sich auf: 

  • den aktuellen Stand der Dekarbonisierungsmaßnahmen im Hamburger Hafen, einschließlich Investitionen in Landstromversorgung, alternative Kraftstoffinfrastruktur und grüne Schifffahrtskorridore
  • Marktperspektiven zu neuen Energieträgern wie Methanol, Ammoniak und Wasserstoff
  • die Rolle der Hinterlandanbindung und der Schieneninfrastruktur für nachhaltige Logistikketten
  • Effizienzgewinne durch digitale Koordination und sektorübergreifende Zusammenarbeit
  • operative Herausforderungen bei der Dekarbonisierung der Schifffahrt aus Sicht der Industrie

Plattform für politischen Dialog und regionale Abstimmung 

Ein zentrales Element des Workshops war ein strukturierter Dialog mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren der Politikbereiche der EU-Strategie für den Ostseeraum. Die Teilnehmenden identifizierten gemeinsam zentrale Herausforderungen für Häfen in der Ostseeregion und erarbeiteten umsetzbare Lösungsansätze, darunter verbesserte Governance-Mechanismen, Rahmenbedingungen für die Projektentwicklung sowie Wege zur stärkeren Einbindung regionaler Erkenntnisse in die EU-Politikgestaltung. 
 
Zudem wurde erörtert, wie sich die Strategie weiterentwickeln kann, um eine effektivere und nachhaltigere Zusammenarbeit über Sektoren und nationale Grenzen hinweg zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung skalierbarer Projektideen und der Stärkung institutioneller Verbindungen zwischen den Akteuren.

Förderung des Austauschs zwischen Industrie und Politik 

Durch die Zusammenführung von Hafenbehörden, Logistikunternehmen, Energieanbietern und politischen Entscheidungsträgern diente der Workshop als gezielte Plattform für Wissensaustausch und strategische Abstimmung. Das Format kombinierte Fachvorträge, moderierte Diskussionen und interaktive Sitzungen, die darauf ausgerichtet waren, konkrete Ergebnisse und Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen. 
 
Das Programm endete mit einer geführten Hafenrundfahrt, organisiert von Port of Hamburg Marketing, die den Teilnehmenden direkte Einblicke in die Hafenabläufe und laufenden Transformationsprozesse bot.

Über die Veranstalter 

Die Senatskanzlei Hamburg koordiniert Hamburgs Engagement in der EU-Strategie für den Ostseeraum und fördert die transnationale Zusammenarbeit sowie die Integration politischer Maßnahmen. Port of Hamburg Marketing unterstützt die internationale Positionierung des Hamburger Hafens und erleichtert den Dialog zwischen den Akteuren der maritimen Logistik.

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