17.11.2025

Umschlag im Hamburger Hafen bleibt auf Wachstumskurs

Der Umschlag im Hamburger Hafen ist nach dem dritten Quartal 2025 weiter auf solidem Kurs. Während die USA Containerverkehre weiter rückläufig waren, setzten die Fahrtgebiete Asien und Europa ihre positive Entwicklung fort.

●    Containerumschlag steigt um 8,4 Prozent auf 6,3 Mio. TEU
●    Seegüterumschlag mit 3,4 Prozent auf 86,8 Mio. Tonnen im Plus
●    Container-Hinterlandverkehre auf stabilem Wachstumspfad
 
Containerumschlag wächst weiter, Massengutumschlag stabil 
Der Seegüterumschlag kann in den Monaten Januar bis September 2025 ein Wachstum auf 86,8 Mio. Tonnen (+3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) verzeichnen. Dieses Wachstum wurde, wie bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres, von einer positiven Entwicklung des Containerumschlags getragen, welcher auf 6,3 Mio. Standardcontainer (TEU) (+8,4 Prozent) stieg. Auf Tonnenbasis wuchs der containerisierte Stückgutumschlag auf 61,3 Mio. Tonnen (+5,4 Prozent). 

Der Massengutumschlag (-0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 24,6 Mio. Tonnen) bewegt sich annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Positive Impulse verzeichnete in den drei Monaten des Quartals insbesondere das Greifergut (+9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal) mit einem stärkeren Kohle- und Erzimport (+16,4 Prozent bzw. +3,8 Prozent). 
 
Wachstum mit Märkten in Asien und Europa kompensieren Rückgang mit USA 
Das Wachstum im Containerumschlag in den ersten drei Quartalen wurde weiterhin von den Fahrtgebieten Asien (+11,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und Europa (+14,0 Prozent) getragen. Die USA-Containerverkehre sahen sich weiter Komplikationen im Handel ausgesetzt, was sich in einem entsprechenden Rückgang der Umschlagzahlen niederschlug (-23,9 Prozent auf 395.000 TEU). Im asiatischen Raum konnte hingegen der Handel mit China ein fortgesetzt stabiles Wachstum auf 1,8 Mio. TEU verzeichnen (+7,9 Prozent). Malaysia (+89,8 Prozent auf 273.000 TEU) profitierte weiterhin von einer wachsenden Hub-Funktion in Südostasien. Auch der Handel mit Indien (+45,5 Prozent auf 214.000 TEU) verfestigte die hohe Wachstumsrate und damit die Bedeutung für den Umschlag im Hamburger Hafen. Im innereuropäischen Handel stechen Dänemark (+37,1 Prozent auf 147.000 TEU), Finnland (+26,5 Prozent auf 195.000 TEU) und Polen (+18,9 Prozent auf 276.000 TEU) hervor. 
 
Hinterland-Containerumschlag im Plus 
Zusätzliche Liniendienste mit Südeuropa, dem Mittelmeerraum und Südamerika, die den Hamburger Hafen im dritten Quartal erstmalig anliefen, sorgten für positive Effekte im Bereich des Containerumschlags. Der Boxumschlag im Transhipmentbereich konnte das Wachstum des ersten Halbjahres auch nach neun Monaten bestätigen (+22,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,4 Mio. TEU). Der Anteil der per Bahn transportierten Container bewegte sich weiter auf dem hohen Vorjahresniveau (-0,5 Prozent, 2,0 Mio. TEU). Dabei war weiterhin ein Trend zu einer starken Auslastung der Containerzüge zu beobachten. Die Container-Hinterlandverkehre des Hamburger Hafens insgesamt verzeichneten eine Zunahme auf 3,9 Mio. TEU (+1,4 Prozent). 

Zur Übersicht
© HHM / Ahmadi
© HHM / Ahmadi