Die LogiMAT 2026 ist beendet – und mit etwas Abstand wird deutlich, welche Themen, Entwicklungen und Impulse die Messe im März geprägt haben. Mit neuen Höchstwerten unterstreicht sie einmal mehr ihre Rolle als zentraler Branchentreffpunkt der Intralogistik: Über 1.600 Aussteller aus mehr als 40 Ländern sowie mehr als 60.000 Fachbesucher kamen in Stuttgart zusammen. Auf einer Ausstellungsfläche von über 125.000 Quadratmetern wurden aktuelle Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette präsentiert.
Inhaltlich zeigte sich dabei eine klare Weiterentwicklung: Neben den etablierten Technologiethemen wie Automatisierung, AMR, Robotik und Softwarelösungen rückte stärker denn je die konkrete Anwendung in den Mittelpunkt. Viele Gespräche bewegten sich weg von der Frage „Was ist neu?“ hin zu „Wie lässt sich das wirtschaftlich und nachhaltig in der Praxis umsetzen?“. Integration in bestehende Systeme, Skalierbarkeit von Lösungen sowie reale Projekterfahrungen standen dabei im Fokus.

Ein zentraler Anlaufpunkt für diesen praxisnahen Austausch war unser Gemeinschaftsstand – gemeinsam mit dem LCS - Logistik Cluster Schwaben e. V. und dem Kompetenznetz Logistik.NRW / LOG-IT Club e.V.. Unter dem Leitgedanken „Drei Netzwerke. Viele Kompetenzen. Eine Gemeinschaft.“ ist es gelungen, Kompetenzen sichtbar zu bündeln und einen Raum für intensiven Dialog zu schaffen.
Insgesamt 19 Standpartner und 10 Logopartner haben den Gemeinschaftsstand geprägt und ihn zu einem der sichtbarsten Netzwerk-Hubs der Messe gemacht. Die Vielfalt der vertretenen Unternehmen – von Logistikdienstleistern über Industrie und Softwareanbieter bis hin zu Start-ups – hat den Stand zu einer lebendigen Plattform für unterschiedliche Perspektiven und Lösungsansätze gemacht.
Besonders wertvoll war dabei der standortübergreifende Austausch: Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Netzwerke konnten zusätzliche Impulse gesetzt und Themen über regionale Grenzen hinweg weitergedacht werden. Genau dieser Austausch hat den Netzwerkgedanken spürbar gestärkt und den Mehrwert des gemeinsamen Auftritts deutlich unterstrichen.
Ein konkretes Beispiel dafür bot der Austausch im Rahmen unseres Fachkreises Intralogistik am Stand unseres Mitgliedsunternehmens STILL GmbH. Die Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich Automatisierung haben verdeutlicht, wo Technologien heute bereits wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können – und wo es noch entsprechende Voraussetzungen braucht.

Auch etablierte Messeformate wie der Start-up-Wettbewerb Logistics ChangerS oder die Austauschplattform LogWorkPINK zeigen, dass Innovation häufig dort entsteht, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Für unsere Community bedeutet das: Der Blick über den eigenen Tellerrand bleibt entscheidend, um neue Impulse aufzunehmen und weiterzuentwickeln.
Unser Fazit nach drei intensiven Messetagen fällt entsprechend klar aus: Der gemeinsame Auftritt der Netzwerke hat eindrucksvoll gezeigt, wie wirkungsvoll Zusammenarbeit sein kann. Der Gemeinschaftsstand war nicht nur ein Treffpunkt, sondern ein aktiver Arbeitsraum für Austausch, Vernetzung und konkrete Projektansätze.
Auch die Resonanz vor Ort bestätigt diesen Eindruck: Gespräche wurden schneller konkret, Perspektiven haben sich sinnvoll ergänzt und neue Anknüpfungspunkte sind direkt im Dialog entstanden. Damit hat die LogiMAT 2026 nicht nur ihre Größe, sondern vor allem ihre Relevanz als Plattform für praxisorientierten Austausch und nachhaltige Zusammenarbeit erneut unter Beweis gestellt.
