Wie können Logistikunternehmen Innovationen und nachhaltige Lösungen erfolgreich umsetzen? Bei der Veranstaltung „Fördermittelguide: Innovationsförderung mit der IFB Hamburg“ informierten sich Unternehmen und Forschende über passende Förderange-bote der IFB Hamburg und tauschten sich zu Praxisbeispielen aus der Branche aus.
Am 12. Mai 2026 informierten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Logistikunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Digital Hub Logistics & Commerce über die Fördermöglichkeiten der IFB Hamburg für Innovations- und Nachhaltigkeitsprojekte in der Logistikbranche. Die Logistik-Initiative Hamburg und das Digital Hub Logistics & Commerce hatten gemeinsam mit der IFB Hamburg und dem EDIH Hamburg zu der Veranstaltung eingeladen.
Im Mittelpunkt standen die Förderprogramme der IFB Hamburg für Forschungs-, Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsprojekte. Ziel der Veranstaltung war es, die vielfältigen Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Forschende sichtbar zu machen und konkrete Einblicke in erfolgreich umgesetzte Projekte zu geben.


Nach der Begrüßung durch Thomas Brauner von der Logistik-Initiative Hamburg und Niels Truhöl vom Digital Hub Logistics & Commerce stellte die IFB Hamburg ihr „Programm für Innovation“ (PROFI) vor. Dr. Carsten Lohmann und Daniel Palser erläuterten, wie Unternehmen mit Zuschüssen von bis zu 2 Mio. Euro bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützt werden können. Im Fokus standen innovative Technologien und Logistiklösungen, die Voraussetzungen für eine Förderung sind sowie der Weg der Antragstellung und die Beratung durch die IFB Hamburg.
Wie eine Förderung in der Praxis umgesetzt werden kann, zeigte anschließend Nele Schwedler von der SITRA Spedition. Sie berichtete über das PROFI-geförderte Projekt „Glasshouse“, eine Machbarkeitsstudie für eine KI-gestützte Buchungsplattform im Hamburger Hafen. Der Vortrag gab Einblicke in den Ablauf des Förderprojekts, die Förderquote sowie die Entwicklung der technischen Lösung zur Optimierung logistischer Prozesse.
Im zweiten Programmteil stellte Andrea Kislat von der IFB Hamburg das EFRE-Förderprogramm „Nachhaltige Logistik durch digitale Lösungen“ vor. Das Programm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen der Logistikbranche mit Zuschüssen von bis zu 300.000 Euro bei der Einführung digitaler Lösungen, die zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen. Die Förderung kann bis zu 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben abdecken.
Ein konkretes Praxisbeispiel präsentierte anschließend Annabella Wu von ECL Kontor. Im Projekt „Digitalisierung und CO₂-Optimierung“ setzt das Unternehmen eine branchenspezifische Softwarelösung ein, um logistische Prozesse effizienter zu gestalten und den CO₂-Ausstoß um mindestens zehn Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig werden Ressourcen und Energieverbrauch optimiert. Das vollständig in Hamburg umgesetzte Projekt verdeutlichte, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Logistik erfolgreich zusammenwirken können.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden darüber hinaus Raum für Fragen, Diskussionen und den Austausch mit den Referierenden. Deutlich wurde: Förderprogramme wie PROFI und „Nachhaltige Logistik“ leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Innovationen in der Hamburger Logistikbranche voranzutreiben und Unternehmen bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen zu unterstützen.




