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Am 17. April 2026 referierte Heiko Müller, Head of Logistics Solutions bei unserem Mitglied HEC, gemeinsam mit Thorsten Greiten (PartnerNetFederation) beim Logistics Morning Coffee über Ergebnisse der "Logistik Benchmark Studie 2025" im Bereich der digital Kommunikation.

Die Digitale Kommunikation ist mitentscheidend bei der Wettbewerbsfähigkeit. Das gilt auch – und gerade – in der Logistik. Wer online nicht überzeugt, verliert. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Denn die Art, wie Unternehmen digital auftreten, verrät inzwischen auch, wie gut sie auf den Einsatz von KI vorbereitet sind.

Genau diesem Zusammenhang widmete sich der Logistics Morning Coffee (LMC) der Logistik Initiative Hamburg (LIHH) am 17. April 2026. Heiko Müller (Head of Logistics Solutions, HEC) und Thorsten Greiten (Partner, NetFederation) stellten ausgewählte Ergebnisse der Logistik Benchmark Studie 2026 vor – einer Untersuchung, die den digitalen Auftritt von Logistikunternehmen systematisch unter die Lupe nimmt.

Was die Studie zeigt

54 Logistikunternehmen. Über 120 Kriterien.
Von Unternehmenstransparenz über Social-Media-Dialog bis hin zu Technik, digitalen Services und Nutzererlebnis.

Das Ergebnis? Ernüchternd klar: Viele Logistikunternehmen sind zwar digital präsent, jedoch nur eingeschränkt AI-ready. Strukturelle Schwächen, mangelnde Konsistenz und technische Defizite beeinträchtigen nicht nur die Nutzererfahrung. Sie gefährden auch die künftige Sichtbarkeit in KI-gestützten Systemen. Und das wiegt schwer.

Transparenz, Strategie und AI Readiness

Nur 44 % der untersuchten Unternehmen kommunizieren eine klare Unternehmens- oder Logistikstrategie auf ihren digitalen Kanälen. Nicht einmal jedes vierte Unternehmen veröffentlicht belastbare Nachhaltigkeitskennzahlen, obwohl fast alle das Thema irgendwie adressieren.

Noch auffälliger: Kein einziges Unternehmen positioniert sich öffentlich zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Keine Leitlinien, keine strategische Einordnung. Nichts. Ein ziemlich deutliches Signal für geringe strategische AI Readiness.

Dialogfähigkeit – Voraussetzung für jede KI-Nutzung

Über 90 % der Unternehmen sind auf Social Media aktiv. Klingt erstmal gut. Aber nur 25 % integrieren diese Kanäle sichtbar in ihre Website. Chatbots, Live-Chats, digitale Dialogangebote? Fehlanzeige, in den meisten Fällen.

Das Problem dahinter: Genau diese Schnittstellen brauchen KI-Systeme, um Kundeninteraktionen zu strukturieren und zu unterstützen. Wer sie nicht aufbaut, schneidet sich von einem zentralen Zukunftsfeld ab.

Technische Qualität als KI-Fundament

Barrierefreiheit, Performance, durchgängige digitale Services: hier liegen die Defizite oft im Detail. Und genau dieses Detail entscheidet. Unstrukturierte Inhalte, fehlende Self-Services und inkonsistente Daten machen es KI-basierten Such-, Service- und Assistenzsystemen schwer bis unmöglich, sinnvoll zu arbeiten.

Kurz: Ohne saubere Datenbasis keine funktionierende KI.

Von digitaler Kommunikation zu AI Readiness

Das zentrale Fazit des LMC lässt sich auf einen Satz verdichten: AI Readiness beginnt nicht mit Tools – sie beginnt mit Struktur, Qualität und Konsistenz. Bei Content, Daten und Technologie gleichermaßen.

Wer verständlich kommuniziert, saubere Daten vorhält und digitale Services integriert anbietet, bleibt in KI-gestützten Such- und Entscheidungsprozessen sichtbar. Wer das nicht tut, verschwindet. Schrittweise, aber unaufhaltsam.

Warum AI Readiness erfolgskritisch ist

Digitale Kommunikation ist kein Marketingthema. Nicht mehr. Sie beeinflusst Sichtbarkeit, Effizienz und Kundenerlebnis – und wird damit zum Gradmesser für Wettbewerbsfähigkeit im KI-Zeitalter.

Die Logistik Benchmark Studie macht es unmissverständlich deutlich: Zwischen digitaler Präsenz und echter AI Readiness klafft eine erhebliche Lücke. Wer sie schließen will, sollte jetzt anfangen.

 

Zur Logistik Benchmark Studie 2025

 


Quellen

  • Logistik Benchmark Studie 2026, HEC / NetFederation – logistikbenchmark.de
  • Logistics Morning Coffee (LMC), LogistikInitiative Hamburg (LIHH), 17. April 2026
  • Präsentation: Heiko Müller (HEC) und Thorsten Greiten (NetFederation)
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