Super Smart Charging Hubs

EU Interreg NSR Projekt

Super Smart Charging Hubs

SSCH ist ein von der EU gefördertes Projekt im Rahmen des Interreg North Sea Programme. Ziel des Projekts ist es, Lösungen für den notwendigen Ausbau der Stromnetze zu entwickeln. Hintergrund sind der steigende Energiebedarf durch batterieelektrische Fahrzeuge sowie die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien, insbesondere aus Solarenergie.

 

©Super Smart Charging Hubs

Projektzeitraum: Juni 2024 – November 2027

Förderprogramm: Das Projekt wird kofinanziert durch die Europäische Union aus dem Programm EU Interreg North Sea Region 2021 – 2027 (European Regional Development Fund)

Projektbudget: Gesamt 4.08 Mio. EUR, Förderung (ERDF): 2.45 Mio. EUR

Projektschwerpunkte:

  • Intelligente Ladeinfrastruktur (Super Smart Charging Hubs)
  • Integration erneuerbarer Energien und Batteriespeicher
  • Entlastung und Flexibilisierung der Stromnetze
  • 4 Pilotversuche in regionalen FFC-Kooperationen, darunter:
    • Ein SSCH in Vlissingen (Niederlande) nahe der Innenstadt
    • Ein SSCH in Mechelen (Belgien) auf dem Gelände eines sozialen Wohnungsbauunternehmens
    • Ein klimafreundliches Mobilitätshaus mit SSCH in Helsingborg (Schweden)
    • Ein SSCH in Fælledby, einem neuen 220.000 m² großen Stadtquartier in Kopenhagen (Dänemark)

Das Projektkonsortium besteht aus 6 Living-Lab-Partnern, 1 Forschungspartner, 3 Netzwerk- und Wissenspartnern sowie 2 Replikationspartnern aus 6 verschiedenen Ländern. 

Living-Lab-Partner

  • Provinz Zeeland und der Unterpartner Stadt Vlissingen (NL)
  • Agri Go Charge (NL)
  • ASTER Flanders (BE)
  • Hub Park (SWE)
  • GreenFlux (NL)
  • Gate21 gemeinsam mit dem E-Mobilitätspartner Sustain (DK)

Forschungspartner

  • VUB MOBI Electromobility Research Centre (BE)

Netzwerk- und Wissenspartner

  • Flux50 (BE)
  • Niederländischer Verband der Elektrofahrzeugnutzer (NL)
  • Way To Go (BE)

Replikationspartner

  • Logistik-Initiative Hamburg (DE)
  • Partenord Habitat (FR)

Herausforderung

Der Strombedarf für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) in der EU steigt von 9 TWh im Jahr 2021 auf 165 TWh im Jahr 2030. Gleichzeitig nimmt die nachhaltige Energieerzeugung zu. Dies erfordert jährlich Investitionen von 69 Milliarden Euro in den Ausbau der Stromnetze. Um diese Investitionen zu begrenzen, wurden erste Ansätze mit sogenannten „Smart Charging Hubs“ entwickelt, die das Stromnetz durch eine Kombination aus nachhaltiger (lokaler) Energieerzeugung und Speichermöglichkeiten (Batterien, Vehicle-to-Grid) ausbalancieren. Dies bietet Chancen für Unternehmen. Allerdings gelangen Innovationen in diesem Bereich noch nicht schnell genug zur Marktreife, und die Integration verschiedener Technologien in ein Gesamtsystem stellt eine Herausforderung dar. Die Nachfrage und der Bedarf nach Lösungen für Smart Charging Hubs sind vorhanden, werden jedoch bislang kaum durch öffentliche Ausschreibungen adressiert, und belastbare Geschäftsmodelle fehlen.

Unterstützung bei der Entwicklung von Lösungen

Das Projekt „Super Smart Charging Hubs“ setzt hier an, indem es mindestens 25 KMU bei der Entwicklung innovativer Lösungen für diese Hubs unterstützt und regulatorische Hürden abbaut bzw. aufeinander abstimmt. Dadurch sollen neue Produkte und Dienstleistungen entstehen. Dies führt zu einer besseren Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur und reduziert den Bedarf an Investitionen in den Ausbau der Stromnetze durch Netzbetreiber und die Gesellschaft. Zur Unterstützung werden vier Living Labs für Super Smart Charging Hubs eingerichtet.

Rolle der LIHH im Projekt

LIHH wird als Replikationspartner im Projekt SSCH fungieren. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem transnationalen Wissensaustausch mit den SSCH-Pilotprojekten, um von deren Erfahrungen zu lernen und Methoden sowie Erkenntnisse aus den erprobten SSCH-Lösungen auf einen konkreten Replikationsanwendungsfall in Hamburg zu übertragen: eine gemeinschaftlich genutzte Lkw-Ladeinfrastruktur im Umfeld des Hamburger Flughafens. Dabei besteht eine enge Verbindung zum Hamburger Projekt KLIMready.

Zu den Aufgaben gehören Kommunikationsmaßnahmen, die Verbreitung von Projektergebnissen sowie die aktive Einbindung relevanter Stakeholder auf lokaler und regionaler Ebene. Gleichzeitig bringt LIHH Wissen und Erfahrungen aus eigenen früheren EU- und Regionalprojekten in das SSCH-Konsortium ein, um den transnationalen Lernprozess von Hamburg in andere Nordseeregionen zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem Projektergebnisse aus den Projekten SELECT (Interreg Nordsee), e-Boost (COSME) und KLIMAready (EFRE).

LIHH wird außerdem die Koordination und Leitung der Arbeiten an einer der Output-Strategien im Arbeitspaket 3 (WP3) übernehmen. Dabei wird eine Machbarkeitsanalyse zur Übertragung und Nutzung der SSCH-Ergebnisse und Erkenntnisse in Hamburg erstellt.

Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

Weitere Informationen zu den Publikationen und Outputs des Projekts finden Sie übersichtlich zusammengefasst auf der Projektwebsite. Hier geht es zur Projektwebsite.

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