Mit einem offiziellen Kick-off-Meeting in Hamburg ist das Verbundprojekt CritSupPort (Laufzeit 2026–2029) erfolgreich gestartet.
Zum Auftakt besuchten die Projektpartner inter 3 Institut für Ressourcenmanagement, Bonn Consulting, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), Logistik-Initiative Hamburg, TH Köln und Technische Universität Hamburg noch den Container Terminal Altenwerder (CTA), um einen direkten Einblick in die hochautomatisierten Prozesse und die logistischen Anforderungen eines modernen Terminals zu erhalten. Dieser Praxisbezug ist bezeichnend für das gesamte Vorhaben, das die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) am Standort Hamburg stärken soll.


Das Projektziel: Versorgungssicherheit gewährleisten
Kritische Infrastrukturen bilden das Fundament der modernen Gesellschaft. Störungen in diesen Systemen – etwa durch Cyberrisiken, extreme Wetterereignisse oder globale Lieferkettenunterbrechungen – können weitreichende Kaskadeneffekte auslösen. Ziel von CritSupPort ist es, diese Abhängigkeiten besser zu verstehen und wissenschaftlich fundierte Entscheidungs- und Priorisierungsverfahren zu entwickeln.
Die Rolle der Logistik-Initiative Hamburg (LIHH)
Die LIHH fungiert im Projektverbund als zentrales Bindeglied zwischen der Forschung (u. a. durch die TUHH) und der operativen Logistikwirtschaft. Dabei versteht sich die LIHH als Ausgangspunkt, um das gebündelte Know-how ihrer über 500 Mitgliedsunternehmen für das Projekt nutzbar zu machen. Wir freuen uns daher besonders auf den intensiven Austausch mit unseren Mitgliedern, um deren reale Bedarfe und Erfahrungen in die wissenschaftliche Arbeit einfließen zu lassen. Die LIHH begleitet fast alle Phasen des Gesamtprojekts, um die Realitätstauglichkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Die Arbeitsschwerpunkte umfassen:
- Analyse & Validierung: Durchführung von Interviews, Workshops und Datenerhebungen mit Akteuren aus der Wirtschaft, um reale Risiken und logistische Abläufe im Hamburger Hafen präzise zu erfassen.
- Methodenentwicklung: Unterstützung bei der Erarbeitung von Entscheidungs- und Priorisierungsverfahren, damit im Krisenfall praxistaugliche Strategien zur Verfügung stehen.
- Wissenstransfer & Vernetzung: Koordination der Ergebnisdissemination durch Webinarreihen, Fachpublikationen und den Austausch mit nationalen sowie internationalen Sicherheitsforschungsprojekten.
Fazit und Ausblick
Durch die Einbindung der LIHH wird die Grundlage gelegt, dass die im Rahmen von CritSupPort entwickelten Strategien eine hohe Anwendbarkeit für die Hamburger Wirtschaft aufweisen. Dabei sieht sich die LIHH in der Verantwortung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete, operative Handlungsempfehlungen für die Branche überführt werden.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" (SiFo) gefördert.