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Vieles ist in diesem Corona-Jahr anders und auch der Ausbildungsstart im August gestaltet sich nicht wie in den Jahren zuvor. Bereits die Suche nach passenden Nachwuchskräften wurde für die Unternehmen durch den Ausfall von Ausbildungsmessen erheblich erschwert, anschließende Bewerbungsprozesse mussten möglicherweise virtuell durchgeführt werden und das Onboarding der neuen Azubis ist eng an die aktuellen Hygienevorschriften geknüpft.

Die Unsicherheit im Umgang mit einer solchen Situation spiegelt sich auch in den aktuellen Ausbildungszahlen wieder. Laut Angaben der Agentur für Arbeit meldeten sich von Oktober 2019 bis Juli 2020 439.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle, das sind 40.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 182.000 im Juli noch auf der Suche. Gleichzeitig waren 495.000 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 43.000 weniger als vor einem Jahr. Auf Hamburg bezogen verzeichnet die Handelskammer Ende Juli 5.778 neu abgeschlossene Lehrverträge. Das ist ein Minus von 20,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aufgrund der corona-bedingten Verzögerungen auf dem Ausbildungsmarkt können sich diese Zahlen allerdings noch verändern, da in diesem Jahr ein gestreckter Ausbildungsbeginn noch bis in den Oktober hinein möglich sein wird.

Eine gute Berufsausbildung ist für junge Menschen nach wie vor, der wichtigste Baustein für den Start in ein erfolgreiches Berufsleben und für Unternehmen das beste Mittel gegen den Fachkräftemangel. Aus diesem Grund startet die Bundesregierung pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr am 1. August das Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern", um kleine und mittlere Unternehmen bei der Fortführung oder dem Ausbau ihrer Ausbildungsleistungen zu unterstützen. Die entsprechenden Antragsunterlagen werden auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt.

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