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Hamburg ist der führende Logistikstandort in Deutschland. Die Stadt muss nun auch in puncto CO2-Neutralität vorangehen, um ihre Vorreiterrolle in der Branche bewahren und ausbauen zu können. Die LIHH führt mit ihrem Mitgliedsunternehmen Appanion Labs daher eine Umfrage unter Marktteilnehmern durch, um Herausforderungen der CO2-Reduktion in der Logistik zu identifizieren und Handlungsoptionen zur Optimierung aufzuzeigen.

ZUR UMFRAGE

Um die Klimaziele für die Transportlogistik bis 2050 auf europäischer Ebene zu erreichen, wurde im „Mobility and Transport - White Paper 2011“ der European Environment Agency eine notwendige Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 1990 um 60% Prozent gefordert.

Hierfür bedarf es nunmehr eines radikalen Kurswechsels in der Branche, wie die Entwicklung in der Zwischenzeit zeigt: Denn statt einer Reduzierung des CO2-Fußabdrucks der Transportlogistik auf EU-Ebene, stieg dieser bis 2017 im Vergleich zu 1990 um 28% an. Auch im Vergleich mit anderen emissionsintensiven Sektoren hinkt diese Entwicklung weit hinterher, insgesamt 27 % der EU-28 Treibhausgasemissionen resultierten 2017 einhergehend aus Logistikaktivitäten.

Deutschland will eine Vorreiterrolle für nachhaltige Transportlogistik einnehmen, gelungen ist es bisweilen jedoch nicht einmal, das stetig wachsende Transportaufkommen durch Effizienzmaßnahmen zu kompensieren.

In der Konsequenz werden nun zunehmend regulatorische Maßnahmen sowohl auf EU-Ebene als auch innerhalb Deutschlands eingesetzt: IMO 2020 begrenzt die seit Anfang des Jahres den Schwerölanteil im maritimen Schifffahrtsbereich, der Handel mit Emissions-Zertifikaten, der bereits Energieproduzenten, Industrieanlagen und die Flugindustrie beim Ausstoß von Treibhausgasen  auf europäischer Ebene begrenzt, wird ab 01.01.2021 durch eine bundesweite CO2-Abgabe, auch im Verkehrssektor ergänzt.

Sowohl regulatorische Hebel als auch die kundenseitigen Anforderungen, die in puncto Nachhaltigkeit stetig wachsen, machen die Transparenz und die Reduzierung von CO2-Emissionen für Logistik-Dienstleister in der Zukunft unausweichlich. Speziell die Auswertung und Nutzung von realen Emissionsdaten wird eine große Rolle dabei spielen, wie konkurrenzfähig Logistikunternehmen in Zukunft auftreten werden.

Denn nur wer bestmöglich Aussagen über den realen Ausstoß von CO2-Emissionen tätigen kann, kann diese im nächsten Schritt auch optimieren. 

Die LIHH führt zusammen mit ihrem Mitgliedsunternehmen Appanion Labs eine Umfrage durch, um an diesem Punkt anzusetzen, und spezifisch für den Logistikstandort Hamburg Herausforderungen im Emissionsdatenmanagement zu identifizieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen.


Zur Befragung gelangen Sie über folgenden Link: Umfrage – Emissionsdaten-Management in der Transportlogistik

Autor/Autorin
APPANION
Appanion Labs GmbH
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