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Nach organisatorisch bedingter Pause, kam der Arbeitskreis Personal & Qualifizierung nach knapp 1,5 Jahren wieder zu einer Sitzung zusammen. Neben der inhaltlichen Neuausrichtung war auch die personelle Neuaufstellung ein zentrales Thema.

Diverse terminliche Gründe und die Corona-Pandemie haben dazu geführt, dass seit Ende 2018 kein persönliches Treffen des Arbeitskreises Personal und Qualifizierung (PQ) mehr stattfinden konnte und so kann der 10.09.2020 durchaus als Neustart bezeichnet werden. Der Auftakt fand unter Einhaltung aller aktuell geltenden Hygienevorschriften - in kleinerer Runde als gewohnt - als Präsenzveranstaltung in den Räumlichkeiten der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) statt. Ergänzend bestand die Möglichkeit, per Online-Videokonferenz am Treffen teilzunehmen. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellungsrunde wurde inhaltlich der weite Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen.

Auf der Agenda stand zunächst die Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse aus dem Projekt „Arbeitswelt im Wandel“, das der Arbeitskreis in den Jahren 2016 – 2018 für die Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer/in, Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung und Fachkraft für Lagerlogistik initiiert hat. In Kooperation mit den zuständigen Berufsschulen wurden dabei die Veränderungen der Arbeitsprozesse im Zuge der Digitalisierung und die daraus resultierenden Anforderungen für Fachkräfte herausgearbeitet. Folgendes Fazit ließ sich ableiten: Die zukünftig benötigten Kompetenzen sind weniger berufsspezifisch ausgerichtet als früher und die Top3 lauten: IT-Kenntnisse, Fast-Failure-Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeit.

Mit der Weiterbearbeitung des Fokus-Themas „Einteilung der Wirksamkeit von Maßnahmen in Lebensabschnitten“, welches aus der Studienpräsentation „Maßnahmen der sozialen Nachhaltigkeit in Logistikunternehmen und Erwartungen von potentiellen Nachwuchskräften“ im Juni 2020 resultierte, setzte sich der Arbeitskreis ein weiteres To-Do für die Zukunft. Das Ziel ist es, Maßnahmen der sozialen Nachhaltigkeit zielgerichteter an den persönlichen Bedürfnissen der (zukünftigen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu orientieren und dadurch die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. 

Den inhaltlichen Abschluss des Arbeitskreises bildete die kurze Vorstellung des Projektvorhabens, ausbildungsbegleitende Deutschkurse speziell für Logistikberufe in Hamburg anzubieten. Aus Fördermitteln des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sollen sprachliche Unterstützungsmöglichkeiten für Auszubildende entwickelt werden, um Abbruchquoten zu verringern und Auszubildenden mit Förderbedarf in der deutschen Sprache einen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Interessierte Logistik-Unternehmen können sich dazu gerne bei der Logistik-Initiative melden.          

Den emotionalen Schlusspunkt und Ausklang des Arbeitskreises bildete schließlich die Amtsniederlegung von Beate Maak, die seit 2016 die Rolle der Arbeitskreisleiterin innehatte und diese nun aus beruflichen Gründen nicht weiter fortführen kann. Mit selbstgemachten Cakepops und einem persönlichen Rückblick auf ihr Ehrenamt verabschiedete sich Fr. Maak von „ihrem“ Arbeitskreis und startete damit verbunden einen Aufruf an potentiell interessierte Nachfolgerinnen oder Nachfolger.  

 

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