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So langsam nähert sich das Blockchain-Forschungsprojekt HANSEBLOC der Zielgeraden. Seit 2018 arbeitet die LIHH zusammen mit 10 Partnern aus Norddeutschland an einer Blockchain-basierten Lösung für die Absicherung und Echtzeitdokumentation von Gefahrenübergängen im Transportprozess von mittelständischen Spediteuren.

Im August und September waren die letzten wesentlichen Entwicklungsarbeiten nun abgeschlossen und das System wurde auf Herz und Nieren getestet. Die Kühne Logistics University, einer von zwei akademischen Projektpartnern, hatte hierfür Testszenarien definiert und entworfen, mit denen die Funktionalität des Systems überprüft werden konnte. Neben der technischen Leistungsfähigkeit des Systems wurden so auch „Störfälle“ bzw. Problemszenarien durchgespielt, in denen das System bspw. Vorbehalte wie Beschädigungen, Unvollständigkeit der Ware oder verspätete Lieferungen auf der Blockchain fälschungssicher dokumentiert und diese für die Anwender leicht sichtbar in einem Echtzeit-Tracking veranschaulicht. Auch die im System vorgesehene digitale Quittierung mittels QR-Code oder Signatur stellt zuverlässig sicher, dass die richtige Ware an den richtigen Kunden oder Dienstleister an der richtigen Lade- oder Abladestelle übergeben wird.

Im ersten Schritt wurde in insgesamt zwei sogenannten „Labortests“ von den direkt am Projekt beteiligten Logistik-Anwendungspartnern Kroop & Co., SHOT Logistics, Sovereign Speed sowie Transimeksa Intermodal  gemeinsam mit den IT-Entwicklungspartnern und Hochschulen das System – wie die Testbezeichnung vermuten lässt – unter Laborbedingungen getestet.

Im nächsten Schritt wurde nun in dieser Woche in einem weiteren Test die Benutzung des Systems durch operative Mitarbeiter aus der Disposition sowie durch Lagermitarbeiter und Berufskraftfahrer der vier im Projekt beteiligten Anwendungspartner im Logistiklager von Kroop & Co. in Hamburg-Harburg getestet.

Aus den Testergebnissen und dem direkten Andwenderfeedback erhofft sich das Projektkonsortium nun weitere Erkenntnisse zur Übersichtlichkeit und Anwenderfreundlichkeit des Systems, um hierfür noch weitere Optimierungspotentiale im Bereich UI/UX – sowohl für die eingesetzte Desktop-Benutzeroberfläche als auch für die eigens entwickelte Fahrer-App zu identifizieren.

Die HANSEBLOC-Projektergebnisse werden wir dann im Rahmen der Projektabschlusskonferenz „do.innovation: Blockchain für KMU“ am 26.11.2020 in Hamburg vorstellen. Merken Sie sich diesen Termin also bereits vor!

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